Furclettapass – Welschentobel

Das diese Biketour für mich eine Herausforderung wird, war mir im vorne herein schon klar. Vielleicht wollte ich mal meine Grenzen ausloten. Also habe ich mit rotscher schon frühmorgens in Chur abgemacht. Mein Plan war, um 08:00 in Valbella starten und so gegen 18:00 Uhr wieder in Chur eintreffen. Das ergibt dann ca. 70 km, 2100Hm up, 3700Hm dw. mit einer Totalzeit von 10h. Diese Dimension habe ich noch nie zuvor so erlebt. Es sollte ein unvergesslicher Biketag werden.

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Das einfahren dem Heidsee entlang ist locker, nur die Nebelverhangenen Berge bereiten uns ein bisschen Sorge. Schön flüssig mit ein paar flotten Trails gelangen wir in ca. 1h bis unterhalb von Alvaneu. 02 Von hier bereiten wir uns auf den langen Aufstieg vor. Fast 1600 Hm am Stück warten auf uns.

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Höhenmeter um Höhenmeter kämpfen wir uns das steile Teilstück gleich nach dem Dorf hoch.

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Rotscher hat natürlich keine Probleme, er ist konditionell einiges besser als ich. In Sichtweite: Aclas Dafora auf 1693 MüM.

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Die Waldgrenze ist überschritten. Die Nebelschwaden verziehen sich immer mehr.

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Alp da la Creusch: 2270MüM. Jetzt fehlen nur noch 300 Hm. Gleich folgt noch eine Laufpassage.

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Zur Abwechslung wiedermal ein schöner Trailabschnitt fast eben der Bergflanke entlang.

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Was nicht alles aus einer Alpenpizza gedeihen kann………09a

SONY DSC Endlich, weit oben, das Ziel in Sichtweite. Der Furclettapass.

11Rotscher, der Geniesser.12 Ich quäle mich die letzten Meter hinauf. Der Gedanke an die folgenden Trails ist die einzige Motivation in dieser Phase. Muss meine letzten Kraftreserven mobilisieren. Komme mir vor wie der Steinbock auf meinem Bikeshirt. Nur möchte ich in diesem Moment auch seine Fähigkeiten zum „craxeln“ haben. Kämpfa kämpfa kumm.SONY DSC Während Rotscher noch ein smile im Gesicht hat. Bei ihm sieht sogar das Biketragen noch locker aus. Er hat ja auch ein paar Jährchen weniger als ich auf dem Buckel.14 Geschafft, das war einer meiner härtesten aufstiege in meiner ganzen bisherigen Bikerlaufbahn. Stolz macht sich bei mir breit und mit einem grinsen im Gesicht können wir uns zum Gipfelsturm abklatschen. 15Furcletta Passhöhe auf 2573 MüM. Wir geniessen die absolute Ruhe in einer herrlichen Bergwelt. Langsam aber kommt bei mir schon ein kribbeln in der Bauchgegend auf. Die Vorfreude auf die kommenden Trails steigt von Minute zu Minute.16 Noch ein Blick zurück zum Piz Naira. Die Strapazen des Aufstiegs sind längst Schnee von gestern. 17 Es gibt noch ein anderer Weg um zum Furclettapass zu kommen. Start Parpaner Rothorn – hinunter Richtung Alp Sanaspans – oberhalb der Alp Sanaspans bei 2149 MüM links sehr steil hinauf Richtung Culmetpass auf 2618 MüM. Aber die kapp 450 Hm müssen sehr happig sein. Ich denke, es muss fast alles zu Fuss zurückgelegt werden. Kennt ev. Jemand diese Variante? 18 Ab sofort wird nur noch nach vorne geschaut. Das Welschentobel liegt uns zu Füssen. Wir können das ganze Tal für uns alleine in Beschlag nehmen. 19 Los gehts, zuerst folgen einige Schottertrails…… da ist volle Konzentration angesagt.SONY DSC Das Tal öffnet sich immer mehr und die Trails werden immer flüssiger. SONY DSC Das ist unser verdienter Lohn, von dem ich heute schon so lange geträumt habe.22 Nur rotscher und ich, mitten in der einsamen Natur, beim rocken der genialen Trails. Was will man mehr an einem ganz „normalen“ Montag? SONY DSC Das romantische Welschentobel von seiner schönsten Seite. Wir schätzen es sehr in dieser Wildnis unserem liebsten Hobby zu frönen.24 Unser Kameramann hat alles unter Kontrolle. 25 Plötzlich wechselt der Trail auf die andere Talseite und weiter führt der hochgeschwindigkeitstrail Richtung Arosa hinunter.SONY DSCEine „never ending story“, so muss es sein.SONY DSC In Arosa angekommen, entschliessen wir uns für die Bahn um aufs Hörnli zu kommen. Die Zeit (und meine Kraft) würde doch zu knapp um die 700Hm mit Muskelkraft zu meistern. Die Trails bis nach Chur warten noch auf uns.  28 Kurzer Verpflegunsrast im Bergrestaurant Hörnli, leider ohne Kohlenhydrate, die warme Küche hat vor 10 Min. geschlossen. Schon sehen wir das Urderental vor uns.SONY DSC Hier haben wir mit einigen Restschneefeldern zu kämpfen, das geht sehr an meine Substanz. Blick zurück auf Hörnli. Da führt seit Januar eine Seilbahn über das Urderental.

http://www.bergbahnen.org/dokumentationen/lenzerheide-arosa.php

SONY DSC Bei herrlichem Sonnenschein erreichen wir das Urdenfürggli auf 2546 MüM. SONY DSC Nun können wir uns auf einen Downhill von ca. 2000 Hm freuen.

Heidsee mit Danis und Stätzerhorn. SONY DSC Gleich stechen wir wieder links weg in einen Trail oberhalb von Scharmoin. 33 Rotscher immer noch gut  drauf. Natürlich, wenn er auf seinem Bike die Bergwelt unsicher machen kann. 34 Nachdem wir die Rothorn Mittelstation hinter uns gelassen haben, peilen wir den neuen downhilltrail Richtung Valbella an. Kurz vor Valbella zweigen wir Richtung Parpan ab.  SONY DSC Nach einer kurzen Gegensteigung steuern wir den Fanüllatrail an. Dieser ist das letzte Highlight des heutigen Tages. Aber der hats nochmals in sich. Ein sehr langer, steiler, technischer Trail bis nach Chur hinunter, wollen wir noch bezwingen.  SONY DSCWir sind im Fahrplan. Kurz nach 18:00 Uhr treffen wir mit einem grossen smile im Gesicht in Chur ein. So, das war nun meine ultimative Tour in den Bündner Bergen. Es hat riesig Spass gemacht mit rotscher an diesem Tag. Es ist lehrreich, einmal an seine Grenzen zu gehen. Ich habe daraus gelernt, dass ich bei einer solchen Tour noch mehr auf meine Ernährung und die Flüssigkeitsaufnahme achten muss.

Danke Dir rotscher für deine Begleitung an diesem unvergesslichen Tag. Es war wundervoll, er wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.

Mit dieser Tour haben wir sowohl das Lenzerhorn, das Aroser Rothorn, das Parpaner Rothhorn und das Parpaner Weisshorn umrundet.

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3 Gedanken zu „Furclettapass – Welschentobel

  1. rotscher

    Klasse! Sehr schöner Bericht Hans. Da schwelge ich gleich wieder in Erinnerungen und freue mich auf die kommende Bikesaison in den Bergen. Auch für mich wird dieser Tag unvergesslich bleiben. Wirklich eine knackige Runde mit super Trails und wunderschöner Natur. Das nächste Mal starte ich vom Rothorn 😉
    Auch dir herzlichen Dank für den tollen Tag. Bis zur nächsten gemeinsamen Tour!

    Antwort
  2. Pingback: Culmet-Furcletta-Welschentobel | vivalagrischa – Biketouren

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