Chur – Scalottas – Chur (Ultimative Trail Tour)

Heute zeige ich Davut und Rotscher sozusagen meine erweiterten Hometrails. Diese Runde kenne ich wie meine Hosentaschen. Mit Unterstützung der Bahnen wird das ein Freuden Trailtag. Über 3000 Downhillmeter wollen gerockt werden. Dagegen stehen ca. 500 Uphillmeter aus eigener Kraft gegenüber.

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Mit gewaltiger Vorfreude steuern wir die Brambrüeschbahn Talstation an. 3mal „Bike to Ride rot“ bitte. Das ist ein Kombiticket, mit dem man 5 Bahnsektionen fahren kann. So nebenbei erwähnte die freundliche Dame am Ticketschalter: „Ihr wisst schon, dass die Scalottas Bahn Biker von 10:00 bis 15:00 nicht transportieren.“ Wir waren baff, das kann doch nicht sein. Doch erwähnte sie, das ist so, wegen den Wanderern! Das ist für uns unverständlich. Sonst sind die Biker auch gut genug um Ihr Geld hier abzuladen. Nun ja lösen wir halt mal bis Brambrüesch.

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Ein paar 100 Höhenmeter, bis wir kurz vor der Alp Malix links abzweigen. Dann noch eine kurze Schiebestrecke und schon sind wir auf einem Supertrail, der sich in Ups und Downs, vorbei an wunderschön blühenden Alpenrosen über kleine Tobel bis zur Galtialp hinzieht.

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Nachdem wir die Alp hinter uns gelassen haben, folgen wir einem alles übertreffenden Alpenrosentrail. So etwas habe ich hier oben noch selten gesehen. Wahrscheinlich sind wir just zur richtigen Zeit an diesem schönen Flecken Erde vorbeigekommen.P1050248 P1050250DSC04119 20160709_103334

Der Trail ist leicht ansteigend, bis auf ein paar kurze Stellen das meiste fahrbar.DSC04121 P1050254

Wir geniessen das Bad in den Alpenrosen in vollen Zügen. Die Nebelschwaden in den umliegenden Bergen werden von der immer stärker scheinenden Sonne rasch weggeputzt. P105025920160709_103407 20160709_103704

Nach einer kurzen steilen Abfahrt gelangen wir zur Bergstation Pradaschier. Das war aber erst das Vorspiel von Steilheit, denn was jetzt folgt, ist wahrlich die Mutter der Steilheit, was ich je gefahren bin. Wir stechen praktisch der Falllinie, gleich neben der berühmten Rodelbahn ins Tal hinunter. Manchmal fast überhängend, unsere Bremsen müssen Höchstarbeit verrichten.DSC0412420160709_105047P1050261DSC04125 DSC04126 P1050262

Unten in Churwalden fühle ich mich immer noch fast wie ein Einheimischer, denn meine Frau hat hier Ihre Jugend verbracht. An der neuen Talstation der Heidbühel Bahn schildern wir der Ticketverkäuferin nochmals die Geschichte von vorhin. Sie war auch erstaunt über unsere Aussage. Nein, natürlich nimmt die Scalottas Bahn Biker mit. Da scheint sich ein gröberer Kommunikationsfehler eingeschlichen zu haben. Kann ja mal passieren, sollte aber nicht…….DSC04129

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Jetzt können wir unseren ursprünglichen Plan wieder aufnehmen. Nach einer rasanten Abfahrt für einmal auf Schotter bei der Alp Stätz vorbei, stechen wir rechts hinein auf einen Wiesentrail. Bei Spoina ist eine 180° Kurve angesagt, um dann in einen wirklichen highlighted Trail zu stechen. Dieser ist ein typischer „No Picture Trail“. In engen Serpentinen windet er sich Tiefenmeter um Tiefenmeter über Absätze und Wurzeln zum Heidsee hinunter. Achtung: Meine Runde ist nicht identisch mit der offiziellen „Bike to Ride rot“ Route. Nur die Bahnen sind dieselben. Ich habe aus der roten Tour eben eine Schwarze herausgetüftelt.

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Nun ist wieder schötteln angesagt. In no Time sind wir auf dem 2324Meter hohen Piz Scalottas. Hier genehmigen wir uns etwas Süsses und geniessen das fantastische Panorama.DSC04134

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Nach einer ausgiebigen Pause machen wir uns bereit für den Retourweg, alles auf der gleichen Talseite bis nach Chur.

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Hier machen wir noch Bekanntschaft mir Andrea, einer taffen Bikerin, die den Scalottas ohne Bahn bezwungen hat. Unser Respekt hat sie allemal gewonnen. Chapeau.P1050267

Ein kurze Rampe muss noch bezwungen werden, bevor wir auf einen meiner Lieblingsflowtrail abbiegen können. Dieser verläuft immer schön dem Hang entlang bei leichtem Gefälle. Mit einigen Überraschungen gespickt, fliegen wir fast der Alp Stätz entgegen. P1050268

Unten ein Blick zum Aufstieg auf den Culmetpass und zur Furcletta auf der Rothornseite, den wir vor einem Jahr gefahren/gewandert sind. Immer noch mit ein paar Schneefeldern versehnen.P1050269 P1050270 P1050271

Nach der Alp Stätz ist vorläufig „finito“ mit Flowtrails. Hier ändert sich die Unterlage frappant. Es wird verblockt und steil. Wir müssen an unsere Grenzen um diesen Abschnitt schadlos zu bewältigen. Einige kurze Passagen sind auch für uns nicht fahrbar. P1050272

Rotscher hingegen fühlt sich wie im siebten Himmel. Der Level hier ist hoch, sehr hoch…….P1050273DSC04139DSC04141

Wir fahren nicht ganz hinunter nach Churwalden, zweigen vorher ab in einen von mir entdeckten Trail in Richtung Rodelbahn. Dieser ist wahrhaftig nicht viel befahren, denn wir müssen die Linie durch das Gras richtig suchen.P1050274DSC04143 DSC04145

Und schon finden wir uns auf einem Insidertrail wieder. Kein Wegweiser lässt erahnen, dass hier so ein phänomenaler, knapp Handtuch breiter Trail durch dichte Wiesen und Wälder führt. Rotscher und Davut sind jedenfalls begeistert.P1050276 P1050277 P1050279 P1050281 P1050282DSC04147 P1050283

Schnell die Forststrasse überqueren und schon sind wir wieder in einem Insider verschwunden. Dieser Abschnitt ist einer der schönsten, den ich hier oben gefunden habe.P1050284DSC04151 P1050285

Eine Krankheit ist ausgebrochen…….. ist es Fieber? Ach so, wir sind vom Trailfieber infiziert worden. Das ist ein Fieber, von dem ich nicht mehr loskommen will.

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Blick zum mittlerweile bekannten Mittenberg und Fürhörnli. Im Hintergrund der Montalin.P1050288 P1050289

Weiter via Malix zur „Wisa Hütta“ oberhalb von der Mittelstation der Brambrüeschbahn. Dann habe ich noch einen versteckten Trail auf Lager, die Abkürzung zum Känzeli, wo man praktisch keine Höhe verliert. Nach dem Känzeli düsen wir auf einem der unzähligen Downhill Lines nach Chur hinunter. Einige nehmen die schwarze Linie, andere ein Leichtere. 31

Hier der sogenannte „Hundsschopf“ von Chur.33P1050290

In Chur genehmigen wir uns noch ein kühles Bierchen in der Gartenwirtschaft des Rest. Rosenhügels. Das war wiedereinmal eine Megacoole Singletrail Tour, die ich immer wieder gerne unter die Räder nehme. Davut und Rotscher, es war lässig mit Euch diese 2 Bike Tage im schönen Bündnerland zu verbringen. Danke.

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4 Gedanken zu „Chur – Scalottas – Chur (Ultimative Trail Tour)

  1. ROTSCHER

    Ja, das waren zwei ganz coole Trailtage 🙂 Die versteckten Insiderpfade sind doch immer die Schönsten. Und das Timing hat richtig gepasst mit der hübschen … Alpenrosen meine ich natürlich 🙂
    Danke Hans für die Organisation!

    Antwort
  2. vivalagrischa Autor

    @Rotscher bist du nicht etwa eifersüchtig dass wir mit der hübschen………Alpenrosen meine ich natürlich ein tète a tète hatten. Musstest lange warten auf uns? Weisst Du manchmal muss man Prioritäten setzen…….

    Antwort
  3. Davut

    ei ei ei was sehe ich da…..

    Hans, seit wann ist dieser Bericht schon publik?

    Wow das war echt eine wunderschöne Tour mit unvergesslichen flowigen trails in einem wunderschönen Berg-Kanton … müemmer unbedingt sorg hebe-
    (Ich meine natürlich „hübschen ( :-: ) Alpenrosen“ )

    Antwort

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