Rheinschlucht „Dream Team on Tour“

Die Rheinschluchttour gehört wenn irgendwie möglich jedes Jahr in mein Touren Programm. Diesmal ist meine Idee, anstatt mit dem Postauto nach Flims zu fahren, von Chur aus zu starten. Bin mir bewusst, dass da einige km mehr zusammenkommen. Wollte schon lange mal ein E-MTB testen. Man liebt es oder man hasst es. Ich will herausfinden, wie ich dazu stehe. Heute ist die Gelegenheit dazu. Ich konnte ein Scott Genius 720 Jg 2016 ausleihen. In Rotscher finde ich den Idealen Partner für mein Unterfangen. Er, sehr stark, technisch, sowie konditionell, ist für ein solches Abenteuer immer zu haben. Wir treffen uns an einem schönen Herbsttag um 09:00 in Chur.dsc05689

Eine viertel Stunde später sitzen wir bei noch tiefen Temperaturen auf unseren Bikes. Es folgt eine lange Einfahrstrecke bis Tamins. Rotscher rollt wie gewohnt sein Tempo, ich kann mich ihm anpassen. Bei geringer Steigung wähle ich den sparsamen Bereich ECO, so können wir gemütlich noch einen Schwatz machen.p1060756

Kurz nach Tamins wähle ich einen Supertrail Namens „Senda Sursilvana“, der zwar leicht aufwärts geht, mit einigen Rampen enthalten. Jetzt ist der Tour Modus oder bei ganz steilen Rampen der Sport Modus angesagt. Für Rotscher ist dieser Trail eine Premiere. Er ist ein Traum, vor allem auch in der Gegenrichtung, da kommt mir schon eine Idee, wie wir das heute noch Verwirklichen können.p1060758p1060766

Blick zurück – Trin Dorf.dsc05609

Hier durchqueren wir den ersten Ausläufer der Rheinschlucht, aber es soll nicht der Letzte sein. Dann folgt ein Waldstück mit ein paar kniffligen Wurzelpassagen. Sehr abwechslungsreich.p1060759dsc05608

Schon erblicken wir vor uns Trin-Digg. Und wieder ändert die Unterlage auf Wiesentrail.

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Herrlicher Ausblick zum Flimserstein. Wir erfreuen uns an den bunt leuchtenden Herbstwälder und den wärmenden Sonnenstrahlen. Nach einem kurzen Downhill Trail finden wir uns sogleich wieder auf einem sehr steilen Uphill mit nassen Steinen und hohen Absätzen, wo sogar ich an meine Grenzen komme. Wir kommen zügig voran und durchfahren den schmucken Weiler Pintrun. Nach einigen Uphilltrails, was besonders mit E-Unterstützung enormen Spass bereitet, steuern wir die Aussichtsplattform „Il Spir“ an. p1060763 p1060764 dsc05611 p1060767

Plötzlich vor uns die „Il Spir“ , von wo wir das grandiose Panorama in die Rheinschlucht bewundern können. Ich war schon unzählige Male hier oben, aber immer wieder ist es ein schönes Erlebnis. Für Rotscher ist auch das eine Premiere. Ein weiteres Highlight des heutigen Tages.

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Das „Dream Team“ on Tour. Rotscher ist zufrieden, weil er heute nicht immer auf mich warten muss. Ich bin auch zufrieden, dass ich für einmal die Pace von Rotscher mithalten kann. Was will man mehr? The perfekt day.dsc05618 dsc05619 p1060768

Die Bergspitzen um den Vorab Gletscher sind schon mit einer Schneeschicht überzuckert.p1060772

Ein Abstecher zu einem der schönsten Bergsee der Schweiz darf natürlich nicht fehlen. Eine kleine Schlaufe und wir können noch einen wirklich coolen Insider Trail mitnehmen, der uns erst beim Ufer des Gaumasees ausspuckt. Die letzten Nebelschwaden über dem Wasser zaubern eine spezielle Stimmung in die Landschaft. Uns gefällt dieses wunderschöne Plätzchen so sehr, dass wir uns für eine ausgedehnte Pause entscheiden. Zwischendurch noch ein bisschen Fotoshooting, müssen schliesslich „Material“ sammeln für unsere Blogs.

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Links unten blick zum Mutta Sura, unserem höchsten Punkt von heute.p1060774

Schaut Euch dieses Bild genau an, denn Rotscher im „E“ Modus wird’s so schnell nicht wieder geben. Wir geniessen unsere Sandwiches und die einmalige Umgebung.p1060781 p1060786 p1060787 p1060791 p1060793

Mutta Sura 1200 M.ü.M. – hier beginnt ein genialer Trail Richtung Conn hinunter.dsc05641

Mein Blick schweift zur anderen Bergseite, wo der Trail der Alp Mora Tour direkt durch eine Felslandschaft führt. Unten im Bild kann man den Trail erkennen. Das ist auch noch eine Tour auf meiner Todo Liste.p1060795 p1060799dsc05645 p1060800dsc05643p1060802

Anstatt nach Conn weiter zu fahren, zweigen wir rechts ab und rocken unzählige, sensationelle, geheimnisvolle Trails, bis fast zum Rhein hinunter. Ich mache Rotscher erneut einen Vorschlag für eine Zusatz Schlaufe. Er war natürlich sofort einverstanden. Kurz bevor wir am Rhein unten sind, folgen wir rechts einem Strässchen das nach Sagogn hinauf führt.dsc05647 p1060804dsc05650 dsc05651 p1060806

Ein paar Höhenmeter später finden wir uns unterhalb von Laax wieder bei einem weiteren Ausläufer der Rheinschlucht.

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Auf der gegenüberliegenden Seite können wir unser späteres Zwischenziel Versam Dorf erkennen. p1060816

Blick ins Bündner Oberland mit dem Piz Mundaun.p1060817

Diesen Trail habe ich mal entdeckt, indem ich ihn von unten her hinaufgefahren / gelaufen bin. So findet man die schönsten Pfade. Rotscher hat jedenfalls seinen Spass daran. p1060821dsc05659 p1060822dsc05656 p1060825 p1060826

Nach einem coolen Trailgenuss sind wir beim Kulminationspunkt Valendas Bahnhof angekommen. Auf der anderen Seite des Rheins machen wir uns auf den Rückweg.p1060828 p1060833 p1060834 p1060836

Unglaublich, wie sich die Topografie, die Bodenbeschaffenheit und die Landschaft innert kürzester Zeit verändert. Dieser geniale Trail am Rheinufer entlang ist immer wieder ein super Erlebnis. Aber mein Akku hat aber auch schon vollere Zeiten erlebt……dsc05671 dsc05672p1060839 p1060840dsc05674 dsc05678 p1060842dsc05679

Beim Bahnhof Versam ist es so weit, Akku leer! Nach 44 km und knapp 1300 Hm. Ich habe ungefähr mit dieser Laufzeit gerechnet. Meiner Meinung ist die Entwicklung der E-Bike-Technologie noch zu wenig fortgeschritten für mehr Km und Hm.

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Rotscher habe ich schon lange vorgewarnt, dass ich nur noch „wenige Striche“ zur Verfügung habe. Was nun, wir haben noch eine rechte Strecke mit einigen Höhenmeter vor uns……..Entweder das Postauto, den Zug oder ……..p1060845

…………..einen Vollen Akku aus dem Rucksack zaubern, ja das ist wohl die genialste Idee. Rotscher habe ich davon natürlich nichts gesagt. Er macht die Bemerkung: Es sei ihm schon merkwürdig vorgekommen, dass ich die Geschichte mit dem leer werdenden Akku so locker weggesteckt habe.p1060846

So, jetzt können wir die Höhenmeter nach Versam hinauf frisch geladen in Angriff nehmen.p1060848p1060853

Im „no time“ sind wir oben im Dorf angekommen, es ist schon recht frisch, also holen wir uns Verpflegung aus dem Dorflädeli und steuern sogleich den in einem absoluten Schattenloch liegenden „Rossboda“ Trail an. Schnell kommen wir bei der neuen Brücke der Kantonsstrasse an. Gleich ein paar Meter dahinter zweigen wir in den Serpentinen Uphill Richtung Parstogn ein. Kehre um Kehre schlängeln wir uns wieder der Sonne entgegen. p1060857dsc05696 p1060858

Herrlich wieder die wärmenden Sonnenstrahlen zu spüren beim Eingang zum siebten Biker Himmel. Jetzt folgt ein absoluter Lieblingspfad von mir. dsc05683 p1060862 p1060864dsc05684 p1060866dsc05690

Dieser führt oberhalb der Kantonsstrasse in Richtung Bonaduzer Wald. Konzentriertes und Respektvolles fahren ist gefragt. Am schönsten ist es hier in der Abendsonne zu fahren. Wir geniessen das in vollen Zügen. Immer schön den Abgrund vor Augen.

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Dann stechen wir auf einem „No Name“ Trail, der nicht mal in der Karte eingezeichnet ist, bis zur Kantonsstrasse hinunter.p1060873 p1060874

Anstatt wie üblicherweise dem Weg bis Reichenau zu folgen, mache ich Rotscher den Vorschlag hinunter zum Rhein und dann bei der Ruine Wackenau vorbei über die neue Brücke nach Trin Bahnhof. Natürlich ist er auch dafür zu haben.p1060875dsc05698 dsc05701 dsc05702 p1060876

Hier wäre eine Akku – Ladestation, brauche ich nicht mehr. Noch ein paar Hm bis unterhalb Trin-Digg und wir befinden uns beim Beginn des genialen „Senda Sursilvana“, den wir heute Morgen schon in der Gegenrichtung gefahren sind. Jetzt können wir ein einmaliges Flowfeuerwerk zünden. Einfach geil. Nach Tamins noch der obligate Naturlehrpfad und anschliessend das Ausrollen nach Chur. Das war jetzt auch für Rotscher eine sehr happige Tour.

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Km: 73 / Hm: 2200 / Hmdw: 2200 / Fz: 5h25

Fazit: Ein Biketag der Superlative neigt sich dem Ende zu. Mit Rotscher darf ich auf eine geniale Tour zurückblicken. Ohne „E“ Unterstützung wäre für mich solch eine grosse Biketour schlicht unmöglich. Ich hatte riesigen Spass ein so ein cooles E-Bike testen zu können. Das Handling auf den Trails ist nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Die plus Reifen und der tiefe Schwerpunkt geben auf dem Trail noch mehr Sicherheit. So hatte ich die Gelegenheit, ein E-Bike mal in den Bergen auf Herz und Nieren zu testen. Wie ich schon zu Beginn erwähnt habe, man liebt es oder man hasst es. Ich gehöre definitiv nicht zur zweiten Sorte. Für mich durchaus eine Alternative in Zukunft. Ausser eben die Akkulaufzeit ist noch verbesserungsfähig. Bei feinen Bündner Spezialitäten lassen wir den perfekten Tag im Restaurant des Hotels ausklingen.

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2 Gedanken zu „Rheinschlucht „Dream Team on Tour“

  1. ROTSCHER

    Ganz cool Hans! Das war wirklich ein super Trailday. Ich erinnere mich gerne daran zurück. Am Schluss waren aber meine Akkus (Beine) total leer, im Gegensatz zu deinem zweiten Akku 🙂 Und die Verarschung mit dem zweiten Akku war absolut gelungen 🙂 ! An diesem Tag bin ich wieder mal richtig gefordert worden. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass du mich an den Anschlag bringst 😉 So freue ich mich auf viele weitere und heitere Touren mit vielen km und hm.
    Danke Hans für das Abenteuer 🙂

    Antwort

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