Alp Mora – Gletschermühlen

Diese Tour in meiner Heimat ist schon sehr lange auf meiner Liste. Wenn von Chur gestartet wird, gibt es sehr viele Höhenmeter zu bewältigen und zeitlich würde es dann auch eher knapp werden. Aber die Flowtrails von Trin zurück bis Felsberg wollte ich unbedingt mit einbauen. So kam mir die Idee mit den Start in Trin Dorf. Auch so kommen noch genug Höhenmeter zusammen. Also besteigen wir um halb neun das Postauto in Chur, so dass wir um 09:00 den steilen Uphill zur Alp Mora in Angriff nehmen können. Es hat sich eine stattliche Truppe für diese Tour angemeldet. Mit Rotscher stellte ich eine Route zusammen, dass wir zu einer angemessenen Zeit wieder zurück in Chur sind.

Endlich wiedereinmal eine neue Biketour im Kanton Graubünden für mich. Die Vorfreude ist gross.

Rotscher, Erich, Carsten, Davut, Dani, Didi und ich nehmen die knapp 1300 Hm auf gutem Untergrund in Angriff.

Wunderschöne Alphütten zieren sich in den saftig grünen Wiesen.Blick ins Domleschg. Links Feldis.Hier bei der unteren Alp Mora könnte man auch zu den Gletschermühlen abzweigen. Wenn man den oberen Abzweiger nimmt, kann man mehr fahren. So schalten wir eine Zusatzrunde zu den Gletschermühlen ein, die sich auf jeden Fall lohnt, nur schon wegen dem imposanten Naturschauspiel.

Ein knackiger Trail, fast alles fahrbar, schlängelt sich dem Hang entlang zwischen den Lawinenverbauungen.

Die unscheinbaren Naturwasserbecken in Sichtweite.Die ganz harten Kerle unserer Truppe wagen den Sprung ins kühle Nass. Respekt, Respekt. Nach einer ausgiebigen Pause, in der unsere Fotoapparate heiss gelaufen sind, machen wir uns bereit für die nächsten Trails. Dieser führt uns wieder vorbei an der unteren Alp Mora. Nun folgt der kurze Aufstieg zum zweiten Mal zur oberen Alp Mora. Wir ahnen schon, was auf uns zukommt. Nach der Alp ist für die meisten fertig mit fahren, schieben ist angesagt. Links zwischen den Felsen hindurch führt unsere Laufstrecke. Nur topfitte Muskelprotze oder E-Biker wie dieser unten im Bild, sind hier noch im Sattel unterwegs. Von unten sieht es länger aus, als es in Wirklichkeit ist. In kurzweiligen 20 Min. haben wir die Bikewanderung hinter uns.Oben begrüssen uns seltene Edelweiss Blumen…….

…..und wir erfreuen uns an dem eindrücklichen Panorama bis ins Bündner Oberland.Weit unten der tiefgrüne Crestasee.Flims mit Flimserstein. Der berühmte Alpweg, den die Kühe im Sommer als Alpaufzug benutzen müssen.Ausgelassene Stimmung unter den Gipfel(i) Stürmer. Einmalige Trails zwischen den Felsen hindurch. Ein Highlight jagt das Andere.

Nach einer Flowpassage folgen ein paar Serpentinen, dessen Radius gross genug sind, dass sie super fahrbar sind. Einfach traumhaft in solch einer fantastischen Landschaft mit dem Bike unterwegs zu sein.Es folgt Schlag auf Schlag. Der schmale Felsenweg nahe am senkrechten Abgrund muss durchquert werden. Wirklich krass sind nur ca. 10 Meter, da kann man sich am Seil festhalten und das Bike mit der linken Hand tragen. Ich persönlich habe diese Stelle nicht so schlimm empfunden. Aber Höhenangst ist hier trotzdem nicht angesagt.Tiefblick vom Felsenweg zur Hochebene Bargis, wo wir später auch noch vorbeikommen.

Der weitere Verlauf ist leicht ansteigend und nur teilweise fahrbar, aber während den Laufpassagen kann man sich an der eindrucksvollen Landschaft erfreuen. Blick zurück zu den Serpentinen und dem Felsenweg. Findet Ihr den Biker im Bild unten? Auf der rasanten Abfahrt nach Bargis lassen wir es ordentlich krachen und die Bremsen erreichen mehr als Betriebstemperatur.

Nachdem wir uns in Bargis im Berggasthaus mit Flüssigem (nur aus der Flasche oder Glas, aus dem Hahnen dürfen wir kein Wasser beziehen???!!!) und Kuchen eindeckten, folgt eine sehr steile Abfahrt nach Trin-Mulin hinunter. Ab Trin-Digg geniessen wir die altbekannten, immer wieder hammermässigen Wiesensuperflowtrails nach Tamins. Nach dem Dorf stechen wir nochmals in ein paar grandiose Pfade hinein, bis wir kurz vor Felsberg wieder in die Realität zurückgeholt werden. Das war jetzt ein supercooler Abschluss auf höchstem Niveau. Bei allen ist der Adrenalinspiegel auf Höchststand angekommen. Ein Abklatschen bei ausnahmslos grinsenden Gesichter folgt noch bevor die Tour um 18:15 Uhr im Hotel endet. Das Zeitenmanagement ist wiedereinmal Perfekt aufgegangen.  

Fazit: Eine hammermässige, einmalige Biketour, in der alles enthalten ist, was ein Bikerherz höher schlagen lässt. Grandiose Landschaften mit den Gletschermühlen, dem Felsenweg und abwechslungsreiche, technische und flowige Trails. Eine konditionell und technisch nicht zu unterschätzende Tour. Für mich ein weiteres Highlight dieses Sommers. Höhenängste sollte man aber nicht haben. Total waren wir an diesem Tag über 9 Stunden mit dem Bike unterwegs. Danke allen Beteiligten für diesen unvergesslichen Biketag.

E-MTB tauglich = 1

1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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2 Gedanken zu „Alp Mora – Gletschermühlen

  1. ROTSCHER

    Ich habe die Tour innert kurzer Zeit gleich zweimal gefahren. Aber langweilig wurde es mir nicht. Die Landschaft ist wirklich einmalig und die Trails erfreuen. Kombiniert mit aufgestellten Bikerkollegen ergibt das ein perfekter Tag 😎

    Antwort
  2. Reto B.

    WOW Hans, Chapeau für diesen tollen und wunderschön bebilderten Bericht. Das macht richtig Lust, dieses Abenteuer auch mal unter meine Räder zu nehmen 🙂
    *happy-Trails* aus der Zentralschweiz
    Reto

    Antwort

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