2017 Bikeweekend Gipfel(i) Stürmer – Engadin – Col D’Anzana – Tag 2

Der 2. Tag des Gipfel(i) Stürmer Bike Weekend im Engadin soll ein unvergessliches Erlebnis werden. Der unbekannte Col D’Anzana steht auf unserer Liste. Es wird eine planerische Herausforderung werden. Danke Rotscher für das Erstellen des Zeitmanagement. Um diese Tour an einem Tag zu bewältigen, ist ein solches ein must. Es beinhaltet drei coole Abfahrten, zwei Mal mit der Rhb auf den Berninapass und ein Mal mit dem privaten Shuttle hinauf zur Alpe Pescia. Also es wird eine ganz spezielle Tour mit Zeit auch die Natur zu bestaunen. Auch werden wir die Grenze zu Italien überfahren. Eine aussergewöhnliche Tour, die uns heute erwartet. Wir sind zuversichtlich, dass es gut kommt.

Am Morgen in de Früh lassen wir uns mit der Rhb auf den Berninapass „shutteln“. Der Zeitplan sagt uns, dass wir um 11:00 Uhr in Brusio ankommen müssen.

Bis zur Alp Grüm können wir die traumhafte Berg- und Gletscherwelt bestaunen.

Jetzt wird es steiler, wir wählen den bekannten Schmugglertrail bis Poschiavo. Die Linienführung wurde hier seit früheren Jahren auch wieder angepasst. Er kommt mir nicht mehr so krass vor wie vor ein paar Jahren. Es gibt noch eine andere Variante, ein purer Flowtrail über Forcola di Livigno links hinunter über Pedemonte, den sparen wir fürs nächste Mal auf. Immer wieder treffen wir auf das rote „Bähnli“, das sich in mehrfachen Kehren den Weg zum Pass bahnt. Der Trail wird nun ruppiger, aber für uns natürlich alles fahrbar. Wir sind gut im Zeitplan. In Poschiavo spürt man schon das südländische Flair. Dem wunderschönen Lago Poschiavo entlang erreichen wir wie geplant kurz vor 11:00 Brusio, wo schon unser privater Postauto Chauffeur auf uns wartet. Schnell posieren unsere Bikes perfekt ausgerichtet auf dem Anhänger. Alles klappt bestens, die Fahrtzeit mit dem Shuttle beträgt gut eine halbe Stunde bis auf die Alp Pescia Bassa. Nun haben wir Zeit für Verpflegung. Es ist eine waaghalsige Fahrt in den Felsen. Die kosten für die über 1000 Hm sind pauschal Fr. 30 pro Biker mit Bike. Vorreservation ist zwingend. Die letzten paar hundert Höhenmeter dürfen wir wieder selber in die Pedalen treten.  Ab Pescia Alta wird der Karrenweg zu einem Wiesentrail, der nur zum Teil fahrbar ist. Natürlich würde mit E-Unterstützung das meiste in den Pedalen zu bewältigen sein und in einem coolen Uphillflow enden. Nur ansatzweise ist ein Pfad zu erkennen. Nach und nach trudeln alle beim Passübergang Col D’Anzana ein. Hier rüsten wir uns auf die verheissungsvolle, unbekannte Abfahrt. Was wird wohl auf uns zukommen? Unser Zeitplan stimmt, wir haben sogar Vorsprung, daher können wir uns eine ausgedehnte Pause erlauben. Wir befinden uns auf italienischem Gebiet, die Wegweiser zeigen es. Wir nehmen den 301, das heisst aber nicht, dass nur die Litvillefahrer hier herunter dürfen…….. Zuerst führt der Trail schier endlos und ganz unscheinbar, fast ein bisschen wie die Ruhe vor dem Sturm, der Bergflanke entlang. Hier sind wir schon in steilerem Gelände mit unzähligen fahrbaren Serpentinen. So macht es wirklich riesen Spass. Die Mundwinkel zeigen ausschliesslich nach oben. Je weiter runter wir kommen, desto härter wir der Griff an unsere Bremshebel. Ein Rockgarten aus unzähligen Steinbrocken erwartet uns, wie ich es so noch nie erlebt habe. Es sind typische Schmugglerpfade von früher. Wir werden gehörig durchgeschüttelt bei unserem wilden Ritt auf den Gesteinen. Unzählige Passagen, wir fragen nach jeder Gemeisterten, wie viel wohl noch kommen werden? Mensch und Material werden bis an ihre Grenzen belastet. Immer wieder müssen wir, wenn wir die Strasse queren, Zwangspausen einschalten, um unsere Handgelenke zu lockern und die Bremsen abkühlen lassen. Das durchschütteln hat doch noch ein Ende, die Stadt Tirano ist in Sicht. Wir können uns wieder Sammeln während dem wir den Bahnhof ansteuern. Um 15:40 haben wir den Regio Zug zum Berninapass reserviert. Jetzt sind wir aber 1 Stunde früher beim Bahnhof. Nach kurzer Erkundigung verladen wir unsere Bikes in den früher fahrenden Zug. Bravo Rotscher, Dein Zeitplan ist voll aufgegangen, wir hatten sogar noch Reserve, aber man Weiss ja nie was alles noch hätte dazwischen kommen können.

In Poschiavo warten ein Meer von Biker, um auch wieder auf den Pass zu gelangen. Jetzt wird zusammengerutscht und jeder Platz wird in Beschlag genommen. Wir können das aufgeregte Szenario entspannt von unseren Sitzen aus geniessen.Dank der früheren Ankunft reicht es auf dem Ospitz noch für einen Kaffee und etwas süsses. Da sieht man wieder einmal, wir machen unserem Name Gipfel(i) Stürmer alle Ehre…….

Und noch etwas himmlisches, das Dessert folgt nun mit der Abfahrt nach Celerina. Das pure Gegenteil vom Col D’Anzana finden wir hier vor. Singletrails vom feinsten. Wir lassen es rocken. Flow pur, unsere Herzen lachen und das Adrenalin steigt vom puren Fahrtwind in unseren Gesichtern frappant in die Höhe. Bild des Tages:

Fazit: Ein aussergewöhnlicher Biketag. Gute Planung ist Voraussetzung. Für technisch versierte Biker ist der Col D’Anzana ein spezielles Erlebnis. Er beinhaltet von Flow bis Rockgarden alles. Das Puschlav ist immer ein Biketag wert. Gesprächsstoff fürs heutige Abendessen haben wir im Überfluss gesammelt. Den 670 Hm up stehen Sagenhafte 4200 Hm down gegenüber. 

E-MTB tauglich = 1

1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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Ein Gedanke zu „2017 Bikeweekend Gipfel(i) Stürmer – Engadin – Col D’Anzana – Tag 2

  1. ROTSCHER

    Diesen Tag werden wir nicht so schnell vergessen. Er war echt perfekt. Apropos Zeitplan, man weiss wirklich nie, vor allem beim Schütteldownhill vom Col d’Anzana. Es ist immer erstaunlich wie das Material belastet wird und wir trotzdem ohne Panne durchkommen … auch ohne Stürze. So soll es sein. Ich habe den Tag in vollen Zügen genossen … ein echter Erlebnistag.

    Antwort

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