Goldseetrail – Gipfel(i) Stürmer Bike Weekend 2018 – Tag 1

Wau, endlich habe ich diesen legendären, weltweit bekannten Supertrail in meiner Sammlung. Manche Anläufe habe ich schon gestartet, nie ist es Wirklichkeit geworden, bis heute. Unser um 2 Wochen verschobenes Gipfel(i) Stürmer Bike Weekend kann bei perfektem Wetter nachgeholt werden. Leider sind nur eine reduzierte Truppe anwesend. Dafür haben wir jetzt die besten Voraussetzungen, um 3 Tage aus dem vollen zu schöpfen. Um gut gerüstet zu sein, reisen Dani, Didi, Walti und Ich schon am Vorabend ins Vinschgau.

Als Vorbereitung noch gemütliches Beisammensein und eine typische, sehr feine Pizza italiana.

Das verspricht doch einen super Biketag, wie er besser nicht beginnen könnte. Blick aus dem Hotelzimmer.Heute ist früh Tagwache. Der Südtirol Bikeshuttle ist pünktlich um 07:45 am vereinbarten Ort. Muss unter Südtirol Bikeshuttle reserviert werden.Gute Unterhaltung während den unzähligen Kehren hinauf zum Stilfserjoch durch unseren zuverlässigen Chauffeur ist gewährleistet.

In kaltem Zustand müssen wir die 80 megasteilen Höhenmeter zum Dreiländer Rifugo Garibaldi hochstrampeln. Der Startpunkt ist gleich auch der höchste Punkt des Tages. Also die Bestimmungen für diesen Trail sieht ein Fahrverbot zwischen 09.00 und 16.00 Uhr vor. Wir kommen gerade noch knapp in dieses Zeitfenster. Von Wanderern ist in dieser Zeit noch nichts zu sehen.

Walti, Dani und Didi begleiten mich an diesem Wochenende. Jetzt muss es aber so richtig losgehen. Wir sind alle unglaublich „giggerig“ was der berühmte Goldseetrail wirklich zu bieten hat. Stahlblauer Himmel und ein Trail wie ein Strich an der Flanke des Berges. Der Einstieg ist schon mal eine ganz coole Sache. Richtige Flowgefühle kommen auf, meiner Meinung vorerst gar nicht gefährliches Gelände.Fotoshooting vor dem mächtigen Ortler mit seinen 3905 MüM ist der höchste Berg der italienischen Provinz Südtirol. Er wird uns noch ein paar Mal zu Augen kommen. Super Foto von Dani, ganz von der Ferne aufgenommen. Ein paar kurze Geröllfelder müssen schiebend durchquert werden. Trailsurfen neverending. Unser Adrenalinspiegel peilt Spitzenwerte an. Wo ist der Biker Dani im Bild unten? Gut getarnt.Langsam lassen wir die felsige Landschaft hinter uns. Es wird immer farbiger um uns herum. Ein paar Gegenanstiege müssen bezwungen werden, sodass wir abrupt aus unserem Trailtraum aufwachen. Wiedereinmal der Ortler von einer anderen Perspektive. Der erste Halt legen wir bei der Furkelhütte ein. Fürs Frühstück ein bisschen zu spät, fürs Mittagessen ein bisschen zu früh. Eine Gerstensuppe ist zu jeder Tageszeit eine gute Wahl.Ein paar vereinzelte Wanderer sind uns im unteren Teil entgegen gekommen. Aber ich sehe es jetzt nicht als ein Problem an. Ab hier gibt es keine zeitlichen Einschränkungen mehr.

Nach einem weiteren Gegenanstieg werden die Trails ruppiger und steiler, aber alles noch gut fahrbar.

Abwechslungsreich über sanfte Wiesentrails und immer wieder kurze, giftige Rampen, die einem an die Substanz gehen. Hier ein Blick ins Suldener Tal, wo wir Morgen die Trails unsicher machen.Das dürfte der viel diskutierte Piz Cavalatsch sein. Das wäre für die absoluten Cracks auch noch eine Variante. Wir bleiben aber lieber eine Stufe unterhalb und folgen der originalen Goldsee Route. Sind das wohl nicht meine Kameraden vom Carbon Trail im Tessin? Irgendwie begegne ich diesen in letzter Zeit immer öfters. Die Stilfseralm, so schön gelegen. Da kommen wir nicht vorbei, ohne ein Break einzuschalten.

Was haben denn sie auf der Speisekarte. Bingo……Kaiserschmarrn. Das ist ein „must have“ also bestelle ich mit Walti zusammen eine Portion.

Es ist der beste Kaiserschmarrn ever, also unbedingt zu empfehlen. Und diese Portion………….. zu zweit haben wir noch Mühe, diesen Teller zu meistern, Dani hat uns denn noch ein bisschen geholfen.

Im gleichen Stil, recht anspruchsvoll führt der Trail über Bächlein und zwischen felsigen Gesteinen hindurch. Dann finden wir uns in einem kaum lenkerbreiten, fadengeraden, abschüssigen Trail wieder. Die Konzentration muss hochgehalten werden. Stürzen ist hier absolut verboten.

Blick ins Ober Vinschgau mit der Ortschaft Prad ganz rechts. Bei den Lichtenberger Almen sieht man gut auf den Piz Cavalatsch. Der Herbst zeigt sich hier in einem prächtigen Farbenspiel.

Unterhalb der Glurnser Alp treffen wir, nicht ganz unverhofft, auf das Bikefahrverbot nach Glurns hinunter. Für mich nicht nachvollziehbar. Aber wir respektieren natürlich diese Regelung und Umfahren die Verbotstafel grossräumig.An riesigen Äpfelplantagen vorbei rollen wir Richtung Prad, wo wir unsere Unterkunft haben. Die knapp 2600 downhillmeter sind gehörig in die Knochen gefahren.

Beim Tourenabschluss Bierchen werden wir gerade noch Zeugen eines Alpabzuges.

Fazit: Eine grandiose Tour von A bis Z. Landschaftlich sticht das Ortlermassiv deutlich hervor. Die Trails beginnen relativ einfach und flowig, werden aber fortan immer schwieriger. Ein paar abschüssige Passagen müssen mit hoher Konzentration gefahren werden. Mir ist diese Tour so was von endlos vorgekommen. Trails bis zum geht nicht mehr. Manchmal easy, dann wieder fordernd. Die vielen Uphill Rampen zehren an den Kräften. Eine Tour nur für Biker, die sich gewohnt sind im hochalpinen Gelände.

https://www.relive.cc/view/g24618226335

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2 Gedanken zu „Goldseetrail – Gipfel(i) Stürmer Bike Weekend 2018 – Tag 1

  1. Chregu

    Megacool Hans! Bin den Goldsee auch schon mal gefahren. Einfach eine tolle Sache. Tolle Bilder, hast du eine neue Kamera?
    Liebe Grüsse Chregu

    Antwort

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