Churer Joch – Hühnerköpfe

Dieses geniale, wahrscheinlich letzte schöne Wochenende muss ich unbedingt noch nutzen, um ein letztes Mal so richtig in den Bergen zu biken. Am Freitag entscheide ich mich allein zu fahren, da kein Gi-Stü Mitglied auch Lust hat mitzukommen. Am Samstag schon bei schönstem Herbst Wetter in den geliebten Bündner Heimat Bergen. Möchte eine Tour ohne Navihilfe fahren. Kenne ja das Gebiet um Brambrüesch, Churwalden und Churer Joch ja allmählich wie meine Hosentasche. Ich starte in der Mittelstation der Brambrüeschbahn und nehme gleich Kurs zur „Wissa Hütta“ ein nicht so allgemein bekannter Trail, aber durchaus fahrenswert.

Die „Wisi Hütta“ ist für eingefleischte Bündner sehr wohl ein Begriff. Sehr abwechslungsreich zieht sich der fast durchgehende Trail bis nach Malix. Die Sonne ist heute mein stetiger Begleiter. Ich geniesse diesen wunderschönen Herbsttag. Blick zum Montalin. Nachdem ich Malix hinter mir gelassen habe, steure ich via Spina und Oberhus auf den genialen Trail im Chlosterwald zu. Dieser kann in beide Richtungen gefahren werden. Aber am coolsten finde ich ihn in Richtung Churwalden. In Churwalden entscheide ich mich über den Mittelberg zum Oberberg und dann zum Churer Joch. Es würden noch verschiedene andere Varianten zur Auswahl stehen.Blau, Gelb und golden sind die Farben, die mich heute vorwiegend begleiten. Schon ist das Bergrestaurant Churer Joch in Sicht……. ……..leider geschlossen. Muss dann erfahren, dass es den ganzen Sommer nicht offen war, weil Sie keine Pächter fanden. So was von Schade, an einem so traumhaften Ort.

Meine Heimatstadt Chur.Im Hintergrund sieht man den Vorabgletscher und den Flimserstein. Im Vordergrund Brambrüesch und Dreibündenstein. Rechts oben das Aroser Weisshorn. Der 360° Rundblick hier oben ist einfach phänomenal. Grenzenlose Freiheit………..:) Hier unten ganz herangezoomt der Spitz des Fürhörnli mit dem dazugehörigen Wiesentrail am Waldrand, auch ein beliebter Biker Hausberg der Churer. Weit unten der Churer Mittenberg, die Feierabendrunde der Einheimischen mit unzähligen ganz coolen Trails. Hier oben mache ich es mir gemütlich und geniesse die wärmende Herbstsonne. Der kleine und grosse Gürgaletsch ragen imposant gegen den blauen Himmel.Dann aber wartet der Verbindungstrail ins Schigebiet nach Tschiertschen. Der führt zuerst in ein Loch hinunter, um dann auf der anderen Seite die verlorenen Höhenmeter wieder zu kompensieren. Eine spassige Angelegenheit und erst noch alles fahrbar. Immer wieder wird mein Trailfluss gestoppt. Ich kann mich nicht sattsehen an den prachtvollen, goldgelben Wälder. Hoffentlich hat dieses Bergrestaurant Namens Hünerköpfe geöffnet. Ja, super. Nicht nur offen, sondern auf der Terrasse spielt eine Livemusik Lieder aus den 80er Jahren. Das passt aber wunderbar, genau mein Stiel. Ein Schümlipflümli und ein Gelati macht das spezielle Szenario perfekt. Kennt etwa jemand diesen Ort Farur? Ich bis heute auch nicht. Besteht zwar nur aus ein paar Ställen.Nach kurzem Erkundigen beim Wirt finde ich rasch den Traileinstieg nach Tschiertschen hinunter. Ein wirklich lohnenswerter Pfad, den ich hier vorfinde. Ein paar Meter auf der Strasse bis Furgglis und schon steche ich links in den Chopfwaldtrail hinein. Der ist genial zu fahren. Bin wahrscheinlich auch das erste Mal hier. Als ich im zauberhaften Lärchenwald oberhalb Praden eintauche, fühle ich mich wie in einer neuen Welt. Herrlich diese Stimmung. In Praden spuckt er mich auf die Hauptstrasse. Vor mir erblicke ich 2 Biker, die ein anständiges Tempo innehaben. Ohh, was ist denn das? Die biegen links in einen Wiesentrail ab. Sieht gut aus, also folge ich ihnen. Kurz darauf bin ich an ihrem Hinterrad. Absolut Neuland für mich, aber perfekt zu fahren. Bis wir vor einem sehr steilen Uphill stehen. Mit einem Lächeln ziehe an den beiden Schiebenden vorbei und nehme die Rampe problemlos. Der Trail wird von Meter zu Meter immer enger………..und plötzlich sehe ich mich im besagten Steinbachtobel wieder, dass ich eigentlich vermeiden wollte. Habe ich mir doch as letzte Mal geschworen. Anscheinend führen hier verschiedene Trails hinein. Ja, was solls. Mache ich halt dieses Prozedere noch einmal. Es ist verdammt eng, dieses Tobel, mit seinen senkrecht abfallenden Wänden. Also ich habe ein Sicherheitsabstieg eingeschaltet und bin ein paar Meter schiebend unterwegs. Die anderen 2 Biker habe ich anscheinend so weit abgehängt, dass sie nicht mehr zu mir aufschliessen konnten. Bin froh, habe ich das Tobel schadenfrei hinter mich gebracht. Die Fortsetzung ist dann aber wieder wirklich supercool bis nach Passugg hinunter. Was mir auf dieser Route so gefällt ist, dass die „saugeilen“ Trails erst in der Stadt Chur ein Ende haben. Das heisst: Trailspass pur bis zum Schluss. Vivalagrischa.Die zweitletzte Kurve, enorm ausgesetzt, eng und ohne schützenden Zaun. Hier wird der kleinste Fehler fatale Auswirkungen haben.

Fazit: Eine traumhafte Tour, die vor allem im Herbst mit den prachtvollen farben an Bäumen und Wälder. Konditionell nicht zu unterschätzen mit den über 1400 Höhenmeter. Ein anständiger Trailanteil ist ja wohl selbstverständlich. Die meisten durchaus fahrbar. Muss ich unbedingt meinen Kollegen noch zeigen.

https://www.relive.cc/view/g25973647927

E-MTB tauglich = 1  /  Wattverbrauch = 650  / Akku dabei = 2

 1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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