Monte Generoso – Gipfel(i) Stürmer Ticino Bike Weekend Tag 2

Im Tessin kennen wir mittlerweile schon viele Bike Routen. Der Monte Generoso ist einer der wenigen, der auf unserer Todo Liste noch nicht abgeakt ist. Wird endlich Zeit dies nachzuholen. Ich nehme es schon mal vorweg, viel zu lange haben wir diese grandiose Tour hinausgeschoben. Eine wirklich geniale Trailrunde. Die ersten gut 1300 Hm kann man natürlich auch mit dem Bike zurücklegen. Wir wählen die gemütlichere Variante mit der Mt. Generoso Zahnradbahn.

Extrahalt vom Lokführer für Fotoshooting zwischen den Felsen hindurch.

Für ein bisschen Sightseeing muss schon noch Zeit bleiben. Das neue gebaute Botta Haus ist sehr eindrücklich mit seiner extravaganten Architektur.

Rotscher und Adil schlängeln sich vom Hospitz zwischen den Wanderer Talwärts.So, nun muss es losgehen, wir sind „giggerig“ auf den ersten Trailabschnitt.

Der Trail zieht sich ganz leicht abfallend dem Hang entlang. Ein unglaublicher Flow wird hier aufgebaut. Mir kommt gleich der Goldseetrail in den Sinn. Aber dieser hier ist noch flowiger. Es melden sich einfach schon mal die ersten Glücksgefühle. Mein Bikerherz schlägt auf Hochtouren. Die Oestreicher würden sagen: Ein richtiges Schmankerl. Die Tessiner: Perfetto! Die Bündner: Eifach huara cool. Mich wundert es, dass wir in einem solch schönen Gebiet nicht mehr Biker sehen. Das war ja ein traumhafter Einstieg. Unsere Gesichter strahlen. Genau so perfekt, wie es sein muss. Technisch in der einfacheren Kategorie einzustufen.

Weiter zieht sich der Pfad an typischen Tessiner Steinhäuser vorbei in den Wald hinein. Die Alpe D’Orimento ist erreicht, kurz entschlossen schalten wir ein break ein. Gruss an Chregu, hier hast Du ja bei deiner Tour übernachtet. Die Preise sind hier wie vor hundert Jahren, 1.5lt Cola für 5Euro…….Eib beliebtes Ausflugsziel der Einheimischen.

Kaum hocken wir wieder im Sattel, finden wir uns bereits im nächsten geilen Trail wieder. Wir können es kaum fassen, aber es scheint Wirklichkeit zu sein. Bis zum schönen Dörfchen Erbonne sind wir tatsächlich noch keinen Meter Asphalt gefahren. Sind wir jetzt in Italien oder in der Schweiz wegen den 2 verschiedenen Wegweiser nicht einfach zu eruieren. Im gleichen Stil führt unsere Route weiter, natürlich auf Singletrails, genau nach unserem Gusto. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir sind definitiv in die wahre Traumwelt der Trails abgetaucht. Kurz vor Roncapiano folgt ein kleiner Gegenanstieg doch tatsächlich auf hartem Untergrund. Wir wissen fast nicht mehr, wie sich das anfühlt.

Am Ende des Dorfes steht eine Kirche, bis dort führt die Strasse und keinen Meter weiter, gleich dahinter schlängelt sich schon der nächste Trail um die Bäume……..jetzt aber ist definitiv mehr Technick gefragt……………und was für Einer, sensationell, bis nach Muggio hinunter. In Muggio wird die Talseite gewechselt, dabei müssen wir bis zum Bach hinunter, um dann auf der anderen Seite einen unglaublich steilen Uphill zu meistern.Die Hitze drückt, da kommt eine Abkühlung gerade recht. Nach ein paar Meter auf hartem Untergrund stechen wir in den nächsten Trail hinein. Er zieht sich Talauswärts in einem stetigen Auf und Ab, aber immer schön im Schatten spendenden Wald. Ein blick aufs GPS zeigt uns, dass der nächste grössere Aufstieg von ca. 400 Hm doch tatsächlich auch alles auf Trails basiert. Er zieht sich in angenehmer Steigung im Zickzack den Hang hinauf. In La Grassa haben wir es geschafft. Ein wunderschöner Trailuphill, den ich in so einer langen Form noch nie gefahren bin und bei mir in schönster Erinnerung bleiben wird. In der Osteria La Grassa ist jetzt aber eine Pause angesagt. Wir geniessen die Ruhe hier oben im abgelegenen Gebiet.

Den Trail nach Cragno nehmen wir schon mit einer Selbstverständlichkeit in Angriff, als ob wir nichts anderes kennen würden. Ab hier würde noch ein schwarzer Trail links hinunterführen. Ist auf der Singletrailmap eingezeichnet. Den behalten wir fürs nächste Mal auf.Die Abfahrt nach Mendrisio modifizieren wir ein wenig, da unser Trail auf dem GPS total mit Laub zugedeckt ist und daher sehr schlecht zu fahren ist. Auf einer Strecke zwischen Schotter und Trail düsen wir nach Mendrisio hinunter. Auch heute darf das erfrischende Bad im Luganersee nicht fehlen.

Fazit: Nüchtern betrachtet eine der schönsten Touren die ich je im Tessin gefahren bin. Und das sind nicht wenige. Von Anfang bis zum Schluss einfach genial, mit viel landschaftlicher Abwechslung und gefühlten 90% auf Trails, die alle für gute Techniker fahrbar sind. Es stimmt einfach alles bei dieser schlicht weg grandiosen Tour. Ich werde diese auf jeden Fall nicht das letzte Mal gefahren sein. Als Novum gilt zu erwähnen, der relativ lange Uphill, alles im Wald auf Trails, alles fahrbar, einfach wunderbar.

E-MTB tauglich = 1  /  Wattverbrauch = 342  / Akku dabei = 1 / Rest Akku 32%

 1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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