Gornergrat – Täscheralp – Visp / GS Bikeweekend 2019 Wallis – Tag 2

Heute müssen wir noch früher aus den Federn, wartet doch eine lange Fahrt auf uns bis wir beim eigentlichen Startpunkt auf über 3000 MüM ankommen. Aber es geht nicht ohne Aufregung. Fünf Min. vor dem Start musste ich mit Schrecken feststellen, dass an meinem Bike das Hinterrad ohne Luft dasteht. Mein Puls raste schon lange vor den ersten Bikemeter in die Höhe. Rasch Luft nachfüllen und hoffen, dass die „Milch“ das leck abdichten wird. Zum Glück gutgegangen. Es kann losgehen zum Bahnhof nach Visp. Die Bahn bringt uns nach Zermatt, wir haben Zeit und schwelgen in Gedanken, was uns der heutige Tag alles bringen wird.

2 Stunden später sind wir am Startpunkt auf dem Gornergrat angekommen und bereit für ein Gruppenbild natürlich alle im Klubtrikot. Die Weitblick über die Gletscherwelt ist phänomenal. Also ich bin das erste Mal hier oben und bin tief beeindruckt. Nachdem die Fotoapparate aufgehört haben zu klicken, muss es jetzt aber losgehen. Immer mehr wird der Schweizer Vorzeigeberg mit Nebelschwaden umhüllt, als wollte er sagen. Genug gezeigt für heute……….

Wie ein Rudel losgelassener Wölfe stürzen wir uns in die erste Abfahrt. Nach dem einrollen über die Schotterpiste folgt ein sehr happiger, technischer und anspruchsvoller Abschnitt. Für die besseren ein volles vergnügen, Normalos müssen an einigen Stellen absteigen.Steinplattenbezwinger Didi.

Die Richtung ist vorgegeben – immer nach unten…….wie hier der Falllinie entlang.

Bei diesem „No name“ Speichersee entstehen diese Superfotos inklusive Seespiegelung, geschossen von Erich. Das nächste Ziel ist der Grünsee, hier im Bild weit unten zu sehen. Die Trails werden allmählicher moderater und jetzt auch für alle viel mehr fahrbar. Hier treffen wir auf eine Gruppe ganz harter Touristen, die sich eine Abkühlung im gefühlten 2° kalten See genehmigen. Also da bleibe ich lieber in meinen warmen Bikeklamotten. Wir haben schon ca. 700 Hm vernichtet.Rotscher findet Gefallen an der Badeeinlage.

Nun wartet der Aufstieg auf der gegenüberliegenden Bergseite zur Bahnstation Blauherd. Wir nutzen die Zeit, die gefahrenen Trails nochmals Revue passieren zu lassen. Jetzt freuen wir uns auf das Highlight des Tages mit dem Einstieg in den Europaweg. Wirklich fantastisch, mal flowig, dann über Felsen mit Serpentinen, aber praktisch alles fahrbar.  Immer leicht abfallend, endlos dem Hang entlang. Wir tauchen in unsere Bikewelt ab und unser Adrenalspiegel ist unaufhörlich am Steigen. Auf dem Weg ins Täschalptal müssen wir zwei Rockgarden der gröberen Art durchfahren. Da war ich froh um meine Unterstützung, ganz knapp konnte ich diesen fahrend bezwingen. Von dort leider kein Foto vorhanden. Bis wir bei der Täscheralp von unserem Traum in die reale Welt zurückgeholt werden. Aber Rotscher unser Guide macht uns klar, dass es hier keine lange Pause geben wird, da unser Trailtag noch lange nicht fertig sein werde. Also denn halt nur kurz eine Suppe runterschlürfen.

Die Gruppe teilt sich hier auf, denn der Europaweg zieht sich noch weiter dem Hang entlang. Rotscher, Erich, Kurt und ich nehmen Teil 2 in Angriff. Der Rest peilt den direkten Weg nach Täsch an. Für uns zuerst noch ein paar moderate Höhenmeter, dann ab in einen Flowtrail.

Zwischendurch ein paar knifflige Passagen, ein paar Mal absteigen, aber für mich war die Orginalroute absolut lohnenswert. Plötzlich finden wir uns in einem wunderschönen, heimeligen Lärchenwald wieder. Diese Stimmung gefällt mir mega gut. Auch hier mit genialen Trails. Dieser hat mich letztes Jahr so sehr inspiriert auf Rotschers Blog, dass ich ihm den Auftrag erteilt habe, diese Tour für uns zu planen. Hier findet bestimmt im Herbst ein traumhaftes Farbenspiel statt.Kurz nach den Dorf Täsch sind wir im Talboden angekommen, aber das heisst noch lange nicht in Visp. Kilometermässig haben wir erst einen drittel des ganzen Tages zurückgelegt. Was nun ein Vorteil ist , dass jetzt der grösste  Teil aus Hochgeschwindigkeitstrails besteht und gebolzt werden kann. Bis auf eine Ausnahme, nämlich bei Kalpetran muss noch eine brutale Steigung gemeistert werden. Mein Luftverlust von heute Morgen habe ich schon fast vergessen, da meldet er sich wieder zurück. Ich versuche mit „Milch“ abzudichten. Kein Erfolg, dann halt mit einem Schlauch. Rotscher und Kurt haben auf mich gewartet. Jetzt starten wir die Aufholjagt, aber lassen trotzdem keinen Trail aus. Fast gleichzeitig wie die Kollegen kommen wir in der Unterkunft in Brigerbad an. So jetzt noch schnell Duschen, denn unser Tagesprogramm nimmt eine Fortsetzung…..  Fazit: Eine grandiose Tour, die vor allem zeitlich auf keinen Fall unterschätzt werden darf. Schon mit der Anreise bis zum Gornergrat gehen ca. 2 Stunden verloren. Auch technisch sollte man ein gewisses Niveau haben. Aber landschaftlich und Trailmässig eine absolute Hammertour. Die Trails im Tal bis nach Visp sind auch erste Sahne. Danke für eure genialen Fotos.

https://www.relive.cc/view/gh39590261246

E-MTB tauglich = 1  /  Wattverbrauch = 480  / Akku dabei = 1 / Rest Akku 8%

 1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

…..wir sind nämlich bei der Famile von Didi zu einem orginalen Walliser Raclette eingeladen. Super, das lassen wir uns nicht entgehen. Ganz in der Nähe, im Garten ihres Chalets haben sie alles vorbereitet. Das Wetter spielt prima mit. Also ein perfekter Biketag könnte nicht besser zu Ende gehen. Es wurde ein total genialer und gemütlicher Abend und der Walliser Weisswein wurde auch intensiv degustiert. Vielen herzlichen Dank an Fabienne, Stephan und Didi für den tollen Abend.

Ein Gedanke zu „Gornergrat – Täscheralp – Visp / GS Bikeweekend 2019 Wallis – Tag 2

  1. ROTSCHER

    Wirklich eine super Tour 👍 … hat mega Spass gemacht, auch wenn ich etwas stressen musste wegen der Zeit … das Raclette und der Weisswein haben ja gewartet 😁
    Ich habe den Tag in vollen Zügen genossen, vom Morgen früh bis am Abend spät … Wallis eben 😉

    Antwort

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