Indian Summer Lenzerheide – Tag 2

Heute starte ich von Sartons. Nein nein, ich war nicht als Gast in der feudalen Villa vom Maestro Roger Federer. Aber gleich nebenan im Berghotel Sartons gibt es auch schöne Zimmer. Ich will die Ostseitentrails unsicher machen. Erstes Ziel ist der Scalottas. Wie komme ich am besten und auf dem schönsten Weg dort hinauf? Genau, der coole, lange Trail von Alp Stätz hat nicht ein grosses Gefälle. Genau richtig für mich, diesen Uphillflow unter meine Stollen zu spüren.

Wenn der Tag einem so empfängt, kann ja wohl nichts mehr schiefgehen. Ich glaube, wir sind die einzigen Gäste im Haus. Die Daheimgebliebenen werden definitiv etwas verpassen.

Nach der megasteilen Rampe bis zur Alp Stätz zweige ich links in den Trail ab. Diesen habe ich auch schon ohne Unterstützung bezwungen. Aber mit ist der Spassfaktor um einiges höher. Das ist die berühmt berüchtigte Schanze, endlich kann ich sie mal aus der Nähe begutachten. Beim Downhill schnellt an dieser Stelle das Adrenalin in die Höhe und in no time ist man abgehoben und muss sich auf die nächste Kurve konzentrieren. Blick zum Tödi Massiv. Im Vordergrund „Gadeina dil Signini“ mit dem Piz Riein.Piz Danis und hinten das Stätzerhorn.Der Scalottas in Sichtweite. Es ist so warm heute, ich gönne mir eine Siesta und geniesse die strahlende Sonne. Eine der wenigen Biker, den ich hier oben getroffen habe, schiesst ein Gipfelfoto von mir.

Im Vordergrund der Heinzenberg. Links Piz Bevérin.Blick zum Flimserstein. Hier rechts ist der Einstieg in den Trail nach Tgantieni. Auf diesem Trail fühle ich mich in einer anderen Welt. Wirklich coole und technische Passagen.

Hatte vor in Tgantieni gemütlich einzukehren. Aber nichts da, die haben alle schon dichtgemacht. Nur noch den Steinbock haben sie draussen gelassen. Also entscheide ich mich nochmals hinauf zum Scallottas, denn halt mit leerem Bauch.Jetzt kommen sie wieder, die goldgelben Lärchen wetteifern sich mit dem stahlblauen Himmel. Dazwischen ich mit einem riesen smile und lauter Glücksgefühlen im Bauch. Beim Abzweiger zum Trail ist für mich ende des Uphill. Es ist unglaublich, Temperaturen über 15°C auf 2100 MüM und das ende Oktober. So der erste Akku ist leergefahren.

Schwups, bin ich auf einem der coolsten Trail der Lenzerheide Ostseite. Jetzt geht aber die Post ab. Mittlerweile kenne ich hier jede Unebenheit. Hatte ja genug Zeit im Uphill, diesen zu studieren. In guten 10 Minuten spuckt mich der Trail oberhalb der Alp Stätz aus. Jetzt meldet sich aber definitiv ein Hüngerchen. Es bleibt nur ein schönes Bergrestaurant, das heute offen hat. Es ist das Berghotel Sartons, dort wo wir logiert haben. Aber die Bergstrasse dort hinunter ist keine Option für mich. Also steche ich in den Trail nach Parpan. Nach dem oberen Teil zweige ich ab und steure auf die Sonnenterrasse zu.

Hier gibt es alles, was man braucht, an einem solch wunderbaren Tag.

Nach einer ausgiebigen Pause muss ich noch den zweiten Teil dieses geilen Trails unter die Stollen nehmen. In Parpan studiere ich meine weitere Route. Eine Variante wäre nochmals bis aufs Churer Joch hinauf. Das scheint mir dann doch zu viel des Guten zu sein.

Ich entscheide mich für den Oberberg nach Parpan und dann den Trail hinunter zum Mittelberg. Hier erblicke ich einen Wegweiser, auf dem steht: Bikeroute nach Churwalden und Buel. Ok, gekauft. Ein Stück die Wiese hoch und dann hinein in einen mir unbekannten Trail. Der sieht ja super aus. Tendenziell leicht aufwärts. Aber mit einigen megasteilen Rampen, die mir natürlich nichts ausmachen. Ohne Unterstützung wird hier einiges gestossen. Für mich eine coole Sache. Also mir kommt nicht in den Sinn, dass ich diesen coolen Trail jemals schon gerockt bin. Der Trail zieht sich leicht im Wald unter der „Mittagsflue“ wieder zur Strasse, die von Churwalden aufs Churer Joch führt. Für Biker mit grossen Beinmuskeln oder Unterstützung sicher sehr lohnenswert. Dann ein kurzes Stück der Strasse hinunter bis zum Einstieg in den bekannten Fanüllatrail, der jedes Mal ein Leckerbissen ist. Oh, wie hat sich meine Stadt (Chur) verändert? Kann mich noch nicht mit diesen riesigen Neubauten mitten im Zentrum anfreunden.

Fazit: Eine supercoole Tour mit viel Trailanteil. Für mich etwas vom schönsten was mein Kanton als Herbsttour zu bieten hat. Es kommen viele Höhenmeter zusammen. Sowohl aufwärts über 1500 Höhenmeter, als auch hinab sind es über 2500 Höhenmeter.

Danke für Euren Kommentar. Auch „Gefällt mir“ ist erlaubt.

E-MTB tauglich = 1 / Wattverbrauch = 800 ( 2 Akku dabei)

1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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