Regitzerspitz

So nahe an meiner Heimatstadt Chur und ich habe es bis heute nicht auf diesen markant liegenden Berg neben der Autobahn geschafft. Nun ist es endlich soweit. Röbi und Walti begleiten mich. Habe schon so einiges gelesen von diesem stück Felsen zwischen St. Gallen, Graubünden und Lichtenstein. Was sicher ist, wir sind auf dieser Tour fast immer von senkrecht abfallenden Felswänden umgeben.

Start ist in Fläsch, wo einer der feinen Bündner Weine herkommt.

Nach ein paar hunderd Höhenmeter verengt sich die breite Forststrasse zu einem schmalen, abfallenden Singletrail unterhalb der ersten Felswand. Übrigens, Walti ist heute mit seinem brandneuen Radon E-Bike auf Tour. So ergibt sich eine reine E-Biker Truppe. Das bedeutet, dass wir im Uphill ein zügiges Tempo vorlegen können.Nachdem wir die Felsenzone hinter uns gelassen haben, wird der Trail immer flüssiger und wir können es so richtig krachen lassen. Ein wirklich cooler Beginn an dem es nichts auszusetzen gibt.Nun wartet der Aufstieg zum nächsten Highlight. Dieser wird uns noch ein wenig zu denken geben.  Hier ist der Beginn des Gratweges über dem Heidenkopf. Röbi ist skeptisch, auch Walti ist nicht begeistert von der Fortsetzung. Also ich als Guide mache mich zu Fuss auf den Trail um ihn zu „Rekken“. Ich komme zurück und Berichte, dass dieser Pfad nicht gefährlich ist, vielleicht ein paar Stellen zu Fuss zurückgelegt werden müssen. Aber es hat immer genug Platz bis der Abgrund beginnt………..…………das scheint die beiden nicht zu überzeugen, Röbi und Walti haben sich gegen diesen Abschnitt entscheiden. Jetzt liegt es an mir, gehe ich alleine oder füge ich mich der Mehrheit. Mich hätte dieser Abschnitt schon sehr gereizt. Aber ich bin dann zum Schluss gekommen, dass wir auf Tour eigentlich zusammen bleiben sollten. So akzeptiere ich den Mehrheitsentscheid.

Also umfahren wir den Gratweg und stechen dann nochmals von unten hinein um zu schauen wie er am Ende aussieht. Meiner Meinung auch wirklich nicht so krass. Also für mich lautet das Motto: Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben. Ein andermal werde ich das nachholen. Die Fortsetzung ist auf der Singletrailmag nur noch rot. Also können wir es mit gutem gewissen wagen. Zuerst noch durch ein Tobel mit vielen losen Steinen. Dann aber ein durchaus akzeptabler Trail mit einigen Serpentinen. So, wir haben die Höhenmeter wieder vernichtet und sind unten angekommen. Jetzt gemütlich dem Rhein entlang in Richtung Ausland. Aber auch hier ist nichts gemütlich, wir sind froh über unsere Unterstützung , denn der Rheinpfad ist ein stetiges Auf und Ab. Da müssen nochmals alle Reserven mobilisiert werden. In Balzers, Lichtenstein machen wir eine Mittagspause und können die immensen Eindrücke ein wenig sacken lassen. Danach steht ein 700Hm Aufstieg zum eigentlichen Ziel von Heute, dem Regitzerspitz vor uns. Ich schätze, wir haben dafür 1 1/2 h. Hier unten auf dem Bild auf der anderen Bergseite, sieht man die Guschaalp. Auch noch ein Ziel, das wir irgendeinmal noch ansteuern werden. Die letzten Höhenmeter haben es in sich, sind sehr steil und immer wieder sieht man noch steilere Trails, die dann wohl als Abfahrt gewählt werden können. Jetzt bin ich tatsächlich das erste Mal auf diesem bekannten Berg, dem Regitzerspitz. Und ich lag bei meiner Schätzung ziemlich daneben. In genau 1 Stunde hatten wir die 700 Hm hinter uns gebracht.

Die Aussicht ist phänomenal hier oben. Das Rheintal hinauf und hinab und das auf gut 1100 MüM. Von den 7 Biker die wir hier oben antreffen, ist kein einziger mit Biobike unterwegs.  Ich kann einige Ziele ausmachen, wo ich schon mit dem Bike hochgefahren bin, ZB. die Alp Maton mit dem Chimmispitz oder der Pizalun oberhalb von St. Margrethenberg. Hier probiere ich mein Megazoom in meiner neuen Lumix Kamera aus . Also mein PW ist deutlich zu erkennen vom Regitzerspitz auf dem PP in der Nähe von Fläsch.

Walti und Röbi rüsten sich schon mal für den Downhill und bemerken das hübsche Fräulein auf dem gleichen Bänkli kaum, oder?

Im oberen Teil wähle ich eine andere Route, die ich von den Bikern zuvor gesehen habe. Sehr steil gehts da zur Sache. Kurz danach treffe ich wieder meine Kollegen und wir nehmen gemeinsam die Fortsetzung in Angriff. Habe immer wieder Diskussionen, weil Röbi mir eine andere Linienwahl sagen will, als ich auf meinem GPS geladen habe. Aber ich kann mich dann jeweils durchsetzen. Das kommt wohl davon, dass das NEON GPS von Bosch nicht so genau anzeigt wie mein Garmin Edge 1030.

Auch hier folgt ganz unerwartet wieder ein megasteiler Serpentinen Uphill, der so nicht leicht in unsere Köpfe will, wir sind ja im Abfahrts Modus. Aber es ist ja nur ein kurzes Stück und wir sind schon auf dem richtigen Track.Auch diese Abfahrt ist eher auf der technisch anspruchsvollen Seite anzusiedeln. Einfach diese engen Spitzkehren sind nicht geschaffen für uns normale Biker. Abgesehen davon ein steiler, aber durchaus cooler Trail, der uns erst bei der Hauptstrasse von Fäsch ausspuckt. Dann noch ein kurzes Stück der Hauptstrasse Richtung Luziensteig und schon sind wir im finalen Trail bis runter zu unserem Ausgangspunkt in Fläsch.

Fazit: Es war eine Tour mit einigen Überraschungen. Mega abfallenden Felsewänden und so nicht erwarteten Trailabschnitte. Also Schwindelfreiheit sollte Vorhanden sein um alle Abschnitte dieser aussergewöhnlichen Tour zu bewältigen. Serpentinenliebhaber kommen voll auf Ihre Kosten. Es hat natürlich auch viele coole Flowtrails enthalten, aber eine gewisse Technik sollte doch als Grundlage vorhanden sein. Danke Walti und Röbi für Eure begleitung.

https://www.relive.cc/view/vRO7RJzNpyv

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.