Pischa – Gotschna / Gipfel(i) Stürmer Bikeweekend 2020 – Tag 1

Vor 3 Jahren haben wir zum ersten Mal die Pischa Tour gefahren. Weil sie so gut in Erinnerung war, ist heute eine Wiederholung angesagt. Habe selten eine Tour mit so viel Singletrailanteil gesehen. Alexander, Walti, Röbi und Rotscher sind mit von der Partie.

Wir starten beim Bahnhof Davos Platz. Auch Rotscher hat den Weg nach einiger Verwirrung mit den verschiedenen Bahnhöfen in Davos doch noch gefunden. Nun kanns losgehen. Drei E-Biker und mit Alexander und Rotscher zwei Muskelprotze, die sich in puncto Kondition mit uns E-Biker nicht verstecken müssen.

Die ersten 400 Hm sind eher auf der lockeren Seite anzusiedeln. Wir sind auf einem wunderschönen Trail gegenüber der Flüelapasstrasse.

Hier sehen wir die Talstation der Pischabahn, die nur im Winter in Betrieb ist. Dort oben ist unser Zwischenziel. Der Flüelabach ist bis hier unser ständiger Begleiter. Nun verlassen wir diesen und wechseln die Talseite. Bei der Kapelle ist Schluss mit gemütlichem Trailsurfen. Nun gehts ans Lebendige. Die nächsten 400 Hm fordern alles von uns, egal ob mit Akku oder mit blosser Beinmuskulatur. Der Uphill ist auf schmalem, teilweise sehr steilen Gelände. Für mich ein absolutes vergnügen, kann ich doch den grössten Teil fahrend bewältigen.

Hier ist das Gröbste geschafft.  Bei der Bergstation Pischa verdrücken wir unsere Sandwiches und können uns von den Strapazen erholen. Wir sind auf knapp 2500 MüM am höchsten Punkt angekommen.

Jetzt kann der Trailspass beginnen und wir ziehen unsere Spur dem Pischagrat entlang. Dieser führt tendenziell leicht abfallend Richtung Hüreli. Wir sind ausschliesslich auf schmalen Pfaden unterwegs und das schon seit Beginn der Tour. Immer wieder müssen ein paar technische Stellen gemeistert werden.Der grösste Teil auf diesem Grat ist aber sehr flowig und wir haben noch Zeit, um die grandiose Aussicht zu bestaunen. Dieser Grat ist so cool. Wir schalten in den „Geniesser Modus“ und unser Adrenalinpegel zeigt kontinuierlich nach oben. Kurz vor dem Hüreli zweigen wir rechts ab. Nun wird das Gelände in der Neigung und fahrtechnisch anspruchsvoller. Da hat Rotscher sein Fotographeninstinkt aber gehörig walten lassen. Eine ganz coole Fotoserie mit „8“ Bikern im Bild. Daumen hoch, gefällt mir ausserordentlich gut. Super gemacht Rotscher, danke. Blick nach Davos.Blick nach Klosters.

Die Abfahrt ist steil und man muss immer auf der Hut sein, um die schwierigen Passagen ohne Schaden zu meistern. Leider klappt das nicht immer wunschgemäss und der eine oder andere Abflug wird Tatsache. Und immer noch befinden wir uns im Trailmodus, als wir beim Weiler Drusatscha im Wald verschwinden. Es ist unglaublich, wenn man eine Tour „Absolute Singletrailtour“ nennen darf, dann ist es diese. Neverending sind wir auf den geliebten Pfaden unterwegs. Beim Grüenbödeli wählen wir den offiziellen Track rechts vom Bach, dieser kann sich durchaus sehen lassen. In Kloster sehen wir so „komischen harten Untergrund“. Ach ja, das müssen die Strassen sein für die Autos. Sind wohl heute aus erwähnten Gründen aus unserem Gedächtnis verschwunden. In Klosters steht schon die grosse Gondel bereit, um uns auf 2300 Meter höhe zu transportieren. Also mit den Bahn- und Bike Tickets stiftet Davos Tourismus bei den Bikern wirklich viel durcheinander. Da müssten sie Mal über die Bücher, um das Prozedere zu vereinfachen. Nachdem wir uns im Bergrestaurant Gotschna gestärkt haben, nehmen wir den coolen Trail zur Parsennhütte unter die Räder.

Den Panoramaweg haben wir heute zu dieser fortgeschrittener Zeit praktisch für uns alleine.

Beim Meierhofertälli stechen wir links hinunter und finden uns auf einem sehr knackigen downhill Richtung Davosersee wieder. Also für einige von uns sind ein paar Spitzkehren zu eng und technisch. Aber Rotscher und Alexander können ihr Können voll ausleben. Schlussendlich schaffen es alle irgendwie runter. Auch das Wanderverbot kann und soll uns nicht stoppen. Gemütlich und ganz ungewöhnlich rollen wir die letzten Meter auf Teer zu unserer Unterkunft, um hier das wohlverdiente Tourabschlussbierchen zu genehmigen.

Fazit: Eine geniale Singletrailtour mit gefühlten 90% Trailanteil. Sowohl uphill als auch downhillmässig coole, aber zum Teil anspruchsvolle Trails. Natürlich überwiegen die flowigen Passagen. Der Spassfaktor mit über 2000 Tiefenmeter ist auf einem ordentlichen Niveau. Für mich eine der schönsten Touren im Gebiet von Davos. Auch landschaftlich und aussichtstechnisch eine Hammertour.  Danke Euch für die Benutzung Eurer coolen Fotos. 

E-MTB tauglich = 1 / Wattverbrauch = 630 / mit ca. 20% Nachladen (40Min)

1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

 

2 Gedanken zu „Pischa – Gotschna / Gipfel(i) Stürmer Bikeweekend 2020 – Tag 1

  1. ROTSCHER

    Ja, das Leben ist hart wenn die E-Biker in Überzahl sind 😁 … vor allem auf der Pischatour. Der Aufstieg fordert richtig Körner. Aber das ist tatsächlich eine der ganz tollen Runden in Davos.
    Hat riesig Spass gemacht.

    Antwort

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