Epic Trail – Gipfel(i) Stürmer Bikeweekend 2020 – Tag 2

Die Königstour, auch Epic Trails genannt, haben wir wie immer für den Samstag reserviert. Wir wollen von der Bergstation Jakobshorn hoch über dem Landwassertal bis nach Filisur. Das heisst am Morgen benutzen wir die Jakobshornbergbahn. Aber dann ist Schluss mit shutteln, bis wir am Abend die RHB besteigen und den Weg zurück nach Davos, unserer Homebase antreten. Eine stattliche Truppe ist heute mit dabei.

8 Gipfel(i) Stürmer Biker machen sich bereit für die erste Abfahrt vom 2589 Meter hohen Jakobshorn ins Sertigtal. Beim Rhinerhorn stossen dann noch Dani und Didi zu uns.

Zuerst führt unsere Route über eine flache Hochebene, auf der immer wieder Bäche und steiniges Gelände überwunden werden muss. Das Gefälle nimmt zu und unsere Gesichter strahlen. Diese Abfahrt ist schon der erste Höhepunkt des Tages. Wir werden auch heute, wie gestern auf der Pischa Tour, einen Singletrailanteil von über 90% erreichen. Aber es wird doch eine ganz andere Tour als gestern.

Schon ist das berühmte Dörfchen Sertig in Sicht, wo im Kirchlein „Hinter den Eggen“, eingebettet in eine wunderbare Landschaft, der perfekte Ort ist zu heiraten. Es sind zwar nur ca. 250 Hm, aber die haben es in sich. Auf der anderen Talseite muss voll in die Pedalen getreten werden. Immer wieder folgen Hindernisse in Form von Wurzeln, fiese, schmale, glitschige Brücklein, steile Uphills, entgegenkommende Wanderer oder Mountainbiker. Aber im Bündnerland wird die Bike und Wanderer Toleranz ganz gut ausgelebt. 🙂 Das Vorausdetachement mit Rotscher und Alexander haben die Uphill-Serpentinen voll im Griff. Hier auf dem Rinerhorn-Jatzmeder wäre eigentlich keine Pause geplant. Aber es ergibt sich so, weil unserer Truppe beim Aufstieg gehörig auseinandergezogen wurde. Für einige war dieser Uphill ein grosser Kraftakt. Wir begrüssen Dani und Didi und verabschieden Walti. Damit ist unsere Gruppe auf 9 Personen gewachsen.

Bis zum Nidel-Löffel müssen einige happige Anstiege gemeistert werden. Überhaupt auf der ganzen Tour von heute ist die Topografie tendenziell nach unten, aber immer wieder unterbrochen mit eben diesen kurzen, steilen Uphills, die so richtig einfahren. Also ein Ideales Intervall Training. Hinten bei der Bachüberquerung zwingen uns ein paar Stellen zum Laufen. Hauderalp ist erreicht und die Zeit schon fortgeschritten, bis die Truppe wieder vollzählig ist, wird die Zeit mit einem Schwätzchen überbrückt. Wir umfahren Monstein besser in grosser Höhe, sonst müssten wieder eine Pause einschalten, um das spezielle Monstein-Bier zu degustieren. Oberalp ist der nächste Weiler, hier hätte es sogar eine Einkehrmöglichkeit, aber das müssen wir sausen lassen, sonst gerät unser Zeitplan ausser Kontrolle.Wir stechen jetzt nicht wie die meisten hinunter nach Monstein, sondern bauen noch eine Tobelschlaufe zur Laubenalp ein. Hier macht sich das stetige Auf und Ab schon in den Knochen und Muskeln bemerkbar. Darum entschliessen sich Adil und Röbi für die Abkürzung nach Monstein und Wiesen Bhf. zu nehmen.

Denn jetzt folgt noch ein harter Brocken via Unteralp und zahlreiche Tobel bis nach Jenisberg. Sicheres beherrschen des Bikes ist hier Voraussetzung, da es einige Male nicht viel Spatzung hat zwischen Trail und Abgrund. Bei der urchigen Besenbeiz in Jenisberg ist jeder froh um die verdiente Pause.

Danach stechen wir den steilen Schotter- und Wurzelpfad im Wald hinunter in die Zügenschlucht. Vorbei am Bärentritt treffen wir beim Bahnhof Wiesen auf Röbi und Adil. Kurz ein Briefing und sie fühlen sich wieder fit um den Rest der Tour gemeinsam mit uns unter die Räder zu nehmen.

Es liegt der bekannte Abschnitt unter dem Bahnviadukt entlang der Landwasser zum Leidboda vor uns. Eine traumhafte, wild romantische Gegend, immer wieder cool zu fahren.

Unser versierter Kollege Alexander nimmt diese heikle Stelle fahrend. Chapeau. Von der Sonne angestrahlt sehen wir das Filisurer Bahnviadukt. Schon unzählige Male unten durch gefahren, aber immer wieder ein Highlight. Für den 17:00 Uhr Zug nach Davos ist die Zeit zu knapp, daher schalten wir beim Viadukt nochmals eine Pause ein und schlemmen gemütlich ein einheimisches Gelati, das der neu errichtete Stand hier unter dem Viadukt anbietet. Beim Bahnhof in Filisur noch mit einem Bierchen eindecken und Maske aufsetzen und schon sitzen wir in der RHB die uns zurück nach Davos bringt. Ja, heute war ein langer Biketag, um 09:00 trafen wir uns bei der Talstation vom Jakobshorn und um ca. 19:00 erreichen wir unsere Unterkunft. Das gibt glatt ein 10 Stünder. Aber wir konnten tausend schöne Erinnerungen in unseren Köpfen speichern.

Fazit: Eine Singletrailtour die seinesgleichen sucht. Wirklich Episch. Nur ca. 800 Hm up dafür über 2300Hm down, aber sie darf nicht unterschätzt werden, sowohl technisch als auch konditionell. Selten ein paar hundert Meter, die sich nicht als Singletrail bezeichen lassen. Bin diese Tour auch schon ohne Unterstützung gefahren. Natürlich um einiges spassiger fühlt sie sich mit E-Bike an. Ich würde sogar behaupten, eine Ideale Tour für E-Bikes.

E-MTB tauglich = 1 / Wattverbrauch 300 / Rest Akku im Ziel 40%

1 = Sehr gut E-MTB tauglich (Pratisch keine oder nur sehr wenige Lauf / Tragepassagen)

2 = Gut E-MTB tauglich (Wenige Lauf / Tragepassagen)

3 = Beschränkt E-MTB tauglic (Einige Lauf / Tragepassagen)

4 = Nicht E-MTB tauglich (Viel Lauf / Tragepassagen)

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