Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 wird in Analen der Geschichtsbücher als das Jahr von Corona eingehen. Gerade deshalb ist es für mich ein ganz spezielles Jahr auf dem Bike. Viele unserer Events mussten wegen diesem hartnäckigen Virus verschoben oder abgesagt werden. Aber im April bin ich noch nie so viel auf dem Bike gesessen wie dieses Jahr, nämlich ganze 16 Mal. Natürlich alle Touren in meiner näheren Umgebung und ganz alleine unterwegs.

Wie jedes Jahr starten wir mit unserem traditionellen Fonduetürli. Das ist, so wie es aussieht, jeweils der beliebteste Anlass unserer Gemeinschaft im ganzen Jahr.

Wer hätte das gedacht, dass wir uns in den nächsten Monaten mit dieser Pandemie rumschlagen müssen. Zur Abwechslung führte mich Gerry ins Toggenburg und wir schnallen die Schneeschuhe an, für eine wunderschöne Tour rund um die Churfirsten und dem Säntisgebiet.Die erste Tour ausserhalb meines Heimgebietes ist der Heitersberg. Nicht schlecht, aber in die Topten reicht es bei Weitem nicht. Ich würde sagen, man muss es einmal gesehen haben.

Leider fällt auch unser Tessin – Weekend im Mai dem Virus zum Opfer. Dafür nehmen Rotscher und ich kurzfristig das Fürhörnli, der Churer Hausberg unter die Räder. Es tut gut, wieder einmal einen richtigen Berg zu erklimmen. Ein perfekter Biketag in meiner alten Heimat. Mit viel Bärlauch Duft zeigt mir Walti seine ausgebaute Lägern Hausrunde. Wirklich coole Trails hat er da zusammengestellt.

Mit Röbi mache ich mich ebenfalls im Mai zur Schaffhauser Turmtour auf. Eine abwechslungsreiche Runde hat sich da ergeben. Idealer Startpunkt ist Schaffhausen, da es keinen weiten Anfahrtsweg braucht. Es ist Ende Mai und die Coronawelle scheint am Abflachen, als ich spontan mit Röbi ins Bündnerland reise. Wir machen aus einer normalen Tour durch die Rheinschlucht eine Monstertour, die auf E-Biker bestens zugeschnitten ist. Also wir waren am Abend ziemlich geschafft und Röbi war sehr beeindruckt von diesem genialen Biketag, den wir uns mit einem sehr guten stück Fleisch vom Grill gemütlich ausklingen lassen. Am nächsten Tag nehmen wir es etwas easy und erkunden die Gegend um den Flimserstein. Der längste Tag ist erreicht und wir sind im Tessin in den Ferien. Ich mache mich auf zum Cardada, dort lerne ich Robi und Marzio kennen. Nach kurzer Absprache und meiner Überzeugungsarbeit entscheiden sich die zwei coolen Typen mit mir den Monte Lego zu rocken. Immer noch Juni und der Corona dei Pinci darf heuer in meinem Portfolio nicht fehlen. Es wird ein ereignisvoller Tag werden. Zuerst den bekannten Trail als nicht fahrbar eingestuft und ich musste umkehren. Dann den genialen Ersatztrail gefunden, der zudem viel besser ist als der Original. Der Juni macht zum Abschluss die Gipfel(i) Stürmer Servelat Tour. Sogar 2 Mitglieder aus der Innerschweiz folgten unserer Einladung. So cool. Walti übernahm heute das Guiding. Im Juli wird es richtig schön und warm. Es ist Zeit für die hochalpinen Touren. Der Maigelspass kommt daher wie gerufen. Eine anspruchsvolle Tour mit einigen Laufpassagen und Trails, die grösstenteils fahrbar sind, die von Alexander super organisiert wurde. Am 2. Tag ist der Ursener Höhenweg angesagt, zwar kurz, aber sehr knackig. Und für die, die noch nicht genug haben, steht noch der Gotthardo Trail am Nachmittag bereit. Röbi zeigt uns seine wohl beste Runde aus seinem ZH Oberland. Walti und ich sind positiv überrascht. Mit Röbi zieht es mich in den Kt. St. Gallen. Wir wollen die Alp Mädems bezwingen, eine tolle und abwechslungsreiche Tour mit genialen Trails. Für mich eine der schönsten Touren in dieser Gegend. Anfangs August verbringen wir ein paar Tage in Lech. Hier zieht es mich hoch hinauf zur Kriegeralpe und weiter zum Butzensee. Also die Abfahrt, die sogar bei den Einheimischen nicht bekannt ist, war für mich schon ein Risiko. Aber es hat sich zu guter Letzt als absoluter Geheimtipp herauskristallisiert. Wir sind immer noch im August und mit Walti und Röbi wollen wir die Berge im Ländle unsicher machen. Am ersten WE im Sept kann ich dem Traumwetter nicht widerstehen und packe meine Sachen, um 1.5h später schon auf meinem Bike zu sitzen in Richtung Scalottas. Es war ein richtig cooler Tag auf dem Bike. Nur ein spitziger Stein in der Seitenwand meines schwarzen Gummis wollte meine Laune verderben. Aber dies ist nicht gelungen. Ich wage zu behaupten, die Alp Mora Tour am nächsten Tag war der absolute Höhepunkt vom ganzen Jahr. Mit Alexander zog es mich zuerst zu den Gletschermühlen und anschliessend an die Alp Mora bezwingen wir noch den berüchtigten Felsenweg. Eine megasuperschöne Tour. Mitte Sept konnten wir doch noch unser verschobenes Bikeweekend nachholen. Der erste Tag auf der Pischa Runde war geprägt durch enorm viele Trails, hinauf und hinunter. Die Königstour ist für Samstag reserviert. Wir rocken die gefühlten 90% Trails vom Jakobshorn bis nach Filisur hinunter. Immer ein mega Erlebnis. Der dritte Tag wird easy. Der Trail ins Sertigtal wollen wir noch in der angenehmen Richtung geniessen. Meine letzte Tour in diesem Corona Jahr ist genau am 02. November. Mit Walti und Röbi wählen wir an einem traumhaften Herbsttag dafür den 15er aus. Es war eine würdige Abschlusstour. Also, es sind trotz Corona doch eine stattliche Anzahl an Touren zusammengekommen. Ich bin jedenfalls zufrieden mit dem Bikejahr 2020.

Das sind die Top 3 von meinen Berichten im 2020:

  1. Alp Mora (Gletschermühlen)

2. Chur – Fürhörnli

3. Surenenpass-drei-Topcracks-und-ich

Das sind die Top ten von meinen Berichten im 2020:

In diesen Länder wurden meine Posts im 2020 hauptsächlich gelesen:

Gesamtstatistik seit Beginn im Jahr 2014. Im 2020 = 17788 Aufrufe von 8482 Besucher.Wie man sehen kann habe ich im 2020 auf meinem Blog fast doppelt so viele Besucher gehabt wie in den vergangenen Jahren.

Ich sass im 2020 vom Jan – 2. Nov, also in 10 Monate, genau 75 Mal auf dem Bike und habe knapp 3000km zurückgelegt. Bei 66000 Hm up und 72000 Hm down und einer Fahrzeit von 228h.

Noch eine Bemerkung zu meinem E-Bike Akku Haushalt. Inzwischen habe ich mich abgefunden, dass mein 504 Watt Akku aus dem Jahr 2018 für ca. 1300 Höhenmeter genügt. In 62 von 74 Touren im Jahr 2020 hat das vollauf gereicht. In den restlichen 12 Touren hatte ich entweder mein Ladegerät dabei oder einen 2. 504 Watt Akku. Also in ca. 16% meiner Touren hätte 1 Akku nicht gereicht. Ich weiss, dass die heutigen neuen E-Bikes mit 600 – 750 Watt Akkus bestückt sind. Das heisst, mit der Weiterentwicklung und mehr Watt können die heutigen Akkus bis zu 2800 Höhenmeter erreichen. Das ist doch ein gewaltiger Fortschritt in nur 2 Jahren.

2 Gedanken zu „Jahresrückblick 2020

  1. ROTSCHER

    Ja, zum Glück gab es einen fast normalen Sommer, fast ohne Coronastress. Nur deshalb lässt sich die Jahresbilanz auf dem Bike sehen. Fürhörnli ist mir in bester Erinnerung 👍
    Und ja, technische Fortschritte beim Bike sind nicht mehr so einfach. Da kommt das Thema E-Bike der Branche ganz gelegen. Aber du hast es gut, du kannst einen zweiten Akku mitschleppen. Ich muss dauernd am Ball bleiben, damit meine Batterien nicht allzu stark altern 😂
    Wünsche dir jetzt schon eine gute Bikesaison 2021, unfallfrei natürlich mit viel Spass und tollen Momenten.

    Antwort
  2. Reto

    Ciao Hans
    Kompliment – ein toller und schön bebilderter Jahresabschlussbericht – oder „Brichtli“ , wie gewisse Leute es sagen zu wagen 🙂
    *happy-Trails* aus der Zentralschweiz
    Reto

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.