Glaspass (Safiental)

Nun ist der Tag gekommen, da ich den legendären Glaspass auch noch in meinem Portfolio abhaken kann. Diese Tour ist ein „must“ jedes ambitionierten Bikers. Ein idealer Ride für den Herbst mit seinen leuchtenden Farbenwälder. Über die Abfahrt ins Safiental hört man auch ganz verschiedene Ansichten. Von „alles fahrbar“ bis hin zu „über 10 Mal absteigen“. Na ja, irgendwo dazwischen wird die Wahrheit sein. Erich, Davut und Carsten freuen sich wie ich über diese Gelegenheit.

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Wir starten in Reichenau, weil wir dann auf dem Rückweg gleich noch die ganze Palette Trails im Bonaduzer Wald mitnehmen können. Zuerst alles dem Rheinufer entlang bis nach Rothenbrunnen.

P1040258 P1040260 Dann zweigen wir rechts ab, jetzt beginnt der lange Anstieg zum Glaspass. Via die schönen Dörfer Realta, Tartar, Portein, Flerden und Tschappina am Heinzenberg erklimmen wir Höhenmeter um Höhenmeter. Es gibt verschiedene Varianten, um auf den Glaspass zu kommen. Wir wählten diesen, weil er der wohl Humanste von allen ist. Rotscher, Deine Variante nehmen wir dann das nächste Mal. P1040261 P1040262 P1040263 Die Nebelschwaden lockern sich und der Piz Beverin, der höchste Berg (2998MüM) in dieser Gegend zeigt sich von seiner schönsten Seite. Hier hinauf führen verschiedene Wanderwege.P1040265 P1040266 Obertschappina, das letzte Dorf vor dem Pass. Unsere Beinmuskulatur ist im Dauerbetrieb. Ein paar deftige Rampen müssen noch überwunden werden. Auch hier könnte man übrigens „schötteln“, aber lassen wir dieses Thema…… P1040267 P1040268 Endlich, das war jetzt eine absolute Willensleistung, über 1500 Hm haben wir schon hinter uns. Das Berggasthaus Beverin ist in Sichtweite.P1040269 2015-10-10 13.55.54 Mit einer währschaften Haussuppe im Bauch, sind wir bereit für den legendären Trail ins Safiental hinunter. Genügend Vitamin „D“ sind in unseren Körper gespeichert von der warmen Herbstsonne.  Jeden einzelnen Sonnenstrahl haben wir regelrecht aufgesogen auf der gemütlichen Terrasse. Auch hier mussten wir uns wieder diverse Räubergeschichten über abgestürzte Biker anhören. Ich begreife nicht, was die lieben Leute damit bezwecken? Wollen die uns helfen und vorwarnen, oder wollen Sie uns nur schocken?IMG_1712 IMG_1713 Wir lassen uns nicht beirren und machen uns auf, die neuen Trails zu surfen. IMG_1716 P1040271 P1040272 In voller Vorfreude auf das, was gleich Folgen wird, schenken wir dem Fotograf unser lächeln.P1040277 P1040280 Zuerst noch einfach auf Wiesen…….IMG_1717IMG_1718 P1040281 P1040282 ……..wird der Trail zusehends schmaler.P1040283IMG_1721 P1040284……..und die Bodenbeschaffenheit wird immer rauer.  P1040285 P1040286IMG_1720IMG_1722 Von hier geht aber jetzt die Post so richtig ab. Es wird ruppiger, hohe Absätze und Wurzeln müssen überwunden werden. Der Trail wird enger, die Kurven knackiger, aber wir fühlen uns vollkommen in unserem Element. Der Blick in die Tiefe ist beeindruckend.  P1040287 Wir sind nicht unglücklich über den massiven Zaun auf der Seite beim Abgrund. Also für mich ist der Schwierigkeitsgrad dieser Abfahrt durchaus passabel. Musste zwar auch 2-3 Mal kurz Absteigen, aber das schmälert das Gesamturteil dieses wunderbaren Trail in keinster Weise.P1040288 P1040289 Elegant meistert Erich die schwierigsten Passagen. P1040290 Auch Davut tastet sich an den anspruchsvollen Trail heran.P1040291 P1040292 P1040293 Ich glaube, Carsten ist sogar alles gefahren. Bravo.P1040294 P1040295 Yeah, wir haben ihn bezwungen. Ein super Gefühl durchschiesst mein Körper. Beim Stausee in Safienplatz spuckt uns dieser geniale Trail wieder aus. Das war ganz tolles Kino, abklatschen obligatorisch. Was bleibt, ist ein wehmütiger Blick zurück in die Wand, wo man nur ansatzhalber den Verlauf des Trails erahnen kann.P1040297 Jetzt können wir unser Adrenalinspiegel wieder in normalen Range bringen, während der Abfahrt auf der Strasse bis zum Egschi Stausee. Aber immer Ausschau haltend auf die andere Talseite, ob dort nicht doch noch ein Trail neben dem Fluss Rabiusa zu finden ist. Habe auch im Netz recherchiert, aber leider nichts Derartiges gefunden.P1040299 P1040300 P1040301 Nach dem Überqueren der Staumauer bewältigen wir anschliessend noch ein paar Höhenmeter. P1040303 P1040304 P1040305 P1040306Wir bestaunen die leuchtenden Farben unserer unvergleichlichen, paradiesischen Herbst Wälder. Ich liebe es, in dieser traumhaften Jahreszeit mit dem Bike unterwegs zu sein.

P1040307IMG_1725 Aber schon bald wird der Forstweg kontinuierlich zum Trail und wir können uns auf die nächste Attraktion freuen. Das hier ist wirklich die einzige, kurze Laufpassage. P1040308 P1040309 IMG_1727P1040310 P1040311 Schon wieder sind wir nahe an Abgrund. Ein makelloser Trail schlängelt sich hoch über dem Safiental der Bergflanke bis fast nach Sculms. Eigentlich befinden wir uns immer noch auf der Heinzenberg Kette, nur jetzt auf der Westseite.P1040312IMG_1728 P1040313 P1040314 Wir sind voll eingetaucht in diesen beispiellosen Trail erster Güte.P1040315 P1040317 IMG_1729IMG_1734 1. Bild des Tages, von Erich: Fabelhaft! Nur die Abschrankung hinterlässt beim genauen Hinschauen ein komisches Gefühl. Ist ja eigentlich gar nicht gefährlich. Aber dieses Schnürchen durch diese Massive Eisenpfosten ist wohl nur zur Deko angebracht………IMG_1730 IMG_1731P1040318 P1040319 Kilometer weit, fast eben zieht sich dieser unbeschreibliche, alte Säumerweg hoch über der Schlucht.P1040320P1040321 P1040325 2. Bild des Tages. Es ist ein grandioser Trail hier oben. Mit diesen Natur Tunnels. Wir saugen ihn förmlich auf und können nicht genug davon bekommen.P1040326 P1040327IMG_1733IMG_1735 Und noch ein Bild des Tages: Auch von Erich. Gefällt mir ausserordentlich gut. Danke Erich.IMG_1737 P1040329 P1040331 Die Nachmittagssonne brennt so richtig an die Felsen und erwärmen auch unsere Gemüter. Ein perfektes Szenario. Was gibt es Schöneres, als in so einer bezaubernden Landschaft mit dem Bike unterwegs zu sein. P1040333 P1040334 P1040336 P1040337 P1040338 P1040340 P1040341P1040343 Von Sculms bis hinunter nach Parstogn blochen wir ausnahmsweise auf breiteren Wegen.P1040345 Hier, am Waldrand von Parstogn beginnt ein Trail, der mittlerweile Kultstatus bei mir hat. Ein Insider Trail für schwindelfreie und ein bisschen verrückte Biker. Kein Wanderweg Hinweis, nichts, aber auch gar nichts deutet darauf hin, dass dort ein unglaublicher Trail hoch über der Kantonsstrasse Richtung Bonaduzer Wald führt. Der erste Teil ist wenigstens noch als Pfad in der 25000 Karte eingezeichnet. Der zweite Teil mit den 4-5 Spitzkehren, habe ich einmal per Zufall entdeckt und ist mittlerweile ein fester Bestandteil, wenn wir in dieser Gegend mit dem Bike unterwegs sind.P1040346IMG_1739IMG_1741IMG_1742 P1040349 P1040351 P1040354P1040350 P1040355 P1040353P1040357 P1040358IMG_1747IMG_1745Zum Dessert schiessen wir noch mit Highspeed und vielen Geländewechsel über die Bonaduzer Trails in Richtung Reichenau. Eine unheimliche, märchenhafte Biketour geht seinem Ende entgegen. Bin ein bisschen enttäusch von mir, dass ich so eine bizarre Tour erst jetzt abhaken kann.3Tourdaten:  52km 1729Hm

 

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5 Gedanken zu „Glaspass (Safiental)

  1. blitZZ

    Ciao Hans
    Bin den ausgesetzten Trail von Parstogn letzten Sonntag in umgekehrter Richtung gefahren. Anschliessend runter zur Versamer-Brücke. Der „zweiteTeil mit den 4-5 Spitzkehren“ hat mich neugierig gemacht. Wo geht der runter? Bei „Puz da Mattaus“, links von P. 901?
    Wohne übrigens in Teufen ZH und würde Euch nächstes Jahr gerne mal begleiten.
    Herzliche Grüsse
    Fritz

    Antwort
    1. vivalagrischa Autor

      Hallo Fritz
      Ist nicht Einfach, den Trail mit den Spitzkehren zu beschreiben. Er befindet sich am anderen Ende des ausgesetzten Trail von Parstogn. Also wie du ihn gefahren bist am Anfang auf der Anhöhe. Dort musst Du statt links hinauf einfach gerade aus fahren bis es aprupt steil runtergeht. Wie gesagt, ist kein offizieller Weg. Dieser führt bis zur Kantonsstrasse die nach Bonaduz führt. Ist aber wirklich cool zu rocken. Natürlich bist du gerne bei unserer Truppe willkommen.
      Gruss Hans

      Antwort
  2. rotscher

    Meine Version vom Aufstiegt ist sicher mindestens so schön 🙂 Die Abfahrt vom Glaspass ist gut fahrbar. Ich finde sie einfach etwas kurz. Dafür kommt nach dem Stausee nochmals ein toller Abschnitt. Und zum Schluss noch das Tüpflein auf dem i. Alles in allem ist die Tour so echt super. Nur der Glaspass selber, wäre zu wenig für eine tolle Tour.
    Also Hans, das nächste mal komme ich als Gide für meine Version mit 😉

    Antwort
  3. Pascal

    Nun haben es auch wir geschafft. Der lange im Voraus geplante Termin erwies sich als Glücksgriff. Sonnenschein, nur ein paar Wolken.

    Die Höhenmeter von Thusis nach Tschappina haben wir locker mit dem Bus gemeistert 🙂 Dafür dann den Glasergrat noch in die Route eingebaut. Da mussten wir ein paar Höhenmeter mit dem Bike auf dem Buckel bzw. schiebend zurücklegen, dafür gab es eine schöne Abfahrt zum Glaspass.
    Danach ziemlich genau der hier beschriebenen Route gefolgt. DIe ABfahrt nach Safienplatz war gut Fahrbar, bei ein-zwei Stellen mussten wir dann trotzdem absteigen und das Bike eine Schwelle heben oder um eine zu enge Kurve schieben.

    Von Safien-Platz zum Egschi-Stausee sieht es so aus, als ob man (zumnindest einen Teil) der Rabiusa folgen könnte. Würde ich das nächste mal sicher versuchen.

    Danke für die Tour-Beschreibung, hat richtig Spass gemacht!

    Antwort

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